[Weihnachten] Brandmalerei – Geschenkanhänger und Christbaumschmuck

….der Duft von Holz ist in der Tat etwas, was in mir ein besonders heimeliges Gefühl hervorruft. Vielleicht mag es damit zusammenhängen, dass ich mich an Dinge aus meiner Kindheit erinnere. Damals, als meine Oma noch den Holzofen in der Küche angefeuert hat. Ja, ihr werdet vielleicht erstaunt schauen, aber so war es tatsächlich noch.
Auch zu damaligen Zeit freilich etwas ungewöhnlich und selten, aber darum soll es nicht gehen.
Frisch geschnittenes Holz duftet einfach wunderbar weihnachtlich und ich liebe es.

Dass ich abgesehen davon ein großer Fan von Natürlichkeit bin, ist mittlerweile auch kein Geheimnis mehr. Weihnachten ist für mich rustikal, rot, nordisch, natürlich.
Jedem sei an der Stelle sein Geschmack gegönnt, aber ich kann einfach mit dieser knallbunten Glitzervariante des WEihnachtsfestes nichts anfangen.
Trotzdem soll jeder so schmücken und feiern, wie er es gerne mag.

Gerade weil natürliche Deko mir so gut gefällt, war es eigentlich nicht eine Frage der Zeit, bis ich mich an “Pyrographie” herantrauen würde.
Pyro…was? Ja, ich habe auch etwas komisch geguckt und direkt Bilder von Fußballfans und brennenden Fackeln im Kopf gehabt.
Pyrographie ist und bleibt aber das, was wir aus unserer Kindheit als “Brandmalerei” kennen.
Und darum soll es heute gehen….

Kleine Holzscheiben sollen die Basis meines kleinen Ausflugs in die Brandmalerei sein. Mit einer einfachen Laubsäge oder aber einer Elektrosäge lassen sie sich relativ einfach von etwa arm-dicken Holzstücken abschneiden. 
Die Dicke muss man etwas austüfteln, denn zu dünn geschnitten, werden sie instabil und das Brennen gelingt nicht gut. Zu dicke Scheiben sehen aber klobig und wenig rustikal-schön aus.

Es empfiehlt sich zudem, Vorlagen zu erstellen. Welches Motiv soll auf die kleine, welches auf die größere Scheibe? Sollen es Geschenkanhänger werden? Weihnachtsbaumschmuck oder doch nur Dekoscheiben zum hinlegen?
Gerade, wenn ihr die Scheiben aufhängen wollt, tut ihr gut daran, die entsprechenden Löcher vorher zu bohren. Zum einen geht manch eine Bohrung schief, wenn die Scheibe zu dünn geschnitten wurde. Schade um das fertige Motiv.
Zum anderen könnt ihr so eure Motive besser anpassen und seht sie später nicht durchlöchert am Baum hängen. 

Wenn der Brandkolben richtig heiß geworden ist, geht es auch schon ans Werk. 
Passt schon beim Kauf der Kolben auf, dass ihr etwas Vernünftiges kauft. Günstige Produkte sind zwar verlockend, aber werden meistens so heißt, dass man sie nach wenigen Minuten schon nicht mehr in der richtigen Position festhalten kann, ohne sich die Finger zu verbrennen.
Investiert lieber ein paar Euro mehr in ein geprüftes Produkt.

Der Phantasie sind natürlich wie immer keine Grenzen gesetzt. Mit ein bisschen Übung habt ihr den Dreh auch schnell raus, denn “einfach malen” ist es eben auch nicht. So ein Brandmalkolben will beherrscht werden. Zu viel Druck brennt unschöne Löcher ein. Zu wenig Druck lässt aber nichts sichtbar werden.

Eine kleine Wissenschaft, aber auch ein richtiger Spaß und mindestens genauso entspannend wie der momentane Trend des “Ausmalens”.


Vorweihnachtliche Grüße

[Weihnachtsgeschenk für den Freund] String Art Bilder

Gerade zur Weihnachtszeit finde ich persönlich es ja immer besonder schön, Dinge zu verschenken, die individuell und selbstgemacht sind. Dabei finde ich es gar nicht wichtig, ob es sich um ein großes oder kleines DIY-Geschenk handelt. Allein die Geste und die Mühe machen ja schon sehr viel aus oder?

Ein etwas größeres Projekt habe ich nun umgesetzt und damit ein schönes selbstgemachtes Weihnachtsgeschenk für meinen Freund zur Hand.Wie ihr so ein String Art oder Fadenbild ganz einfach selbstmachen könnt und was ihr dafür benötigt, zeige ich euch heute.

 

Bevor es ans eigentliche Werk geht, müsst ihr euch natürlich erst einmal für ein Motiv entscheiden und eure Farben wählen. Das Material ist eigentlich auch relativ übersichtlich und ihr könnt so ziemlich alles bei einem Besuch in einem Baumarkt kaufen.

Ich habe mich für das Motiv eines Wolfes entschieden, da mein Freund diese Tiere besonders gerne mag. Außerdem wollte ich einen möglichst hohen Kontrast haben, weshalb es eine Kombination aus schwarzem Holz und weißem Garn geworden ist.

Ingesamt benötigt ihr für das DIY:

  • Eine Holzplatte in der gewünschten Größe
  • passende Farbe, falls ihr eine farbige Platte haben möchtet oder nicht direkt schon farbiges Holz kauft
  • Häkelgarn oder Wolle in eurer Wunschfarbe
  • Kleine Nägel (achtet darauf, dass die Köpfe relativ breit sind)
  • Hammer
  • Bleistift
  • Schere

Wenn ihr keine gefärbte Holzplatte gekauft habt, geht es zunächst ans Streichen. Mir war es wichtig, dass ich durch die Farbe noch Maserungen die Holzes erkennen kann. Deshalb habe ich nur eine Innenlasuer genommen und keine deckende Farbe. Nach zwei Anstrichen und der entsprechenden Trockungszeit konnte es also an die richtig Arbeit gehen und das selbstgemachte Fadenbild hat Formen angenommen.

Während die Holzplatte trocknet oder eben als ersten Schritt solltet ihr euch auf einem Stück Papier eure Vorlage zeichnen oder per Computer erstellen. Am besten gelingt dies, wenn ihr eure Grafik bewusst verpixelt/unendlich vergrößert, so dass ihr eben keine Linien mehr seht, sondern einzelne Pixel. Diese Pixel stehen letztlich dann für die Positionen der Nägel.

Nun druckt oder zeichnet ihr dei Vorlage mit den Nagelpositionen in der entsprechenden Größe eurer Holzplatte und fixiert sie, bevor ihr anfangt, die einzelnen Nägel in das Holz zu schlagen. Theoretisch könnt ihr die Form auch direkt auf das Holz zeichnen. Wenn ihr, anders als ich, innerhalb des Motives keine Kontoren und Feinheiten einarbeiten wollt, dann reicht ein Umriss vollkommen. Sobald es detailreicher wird, würde ich euch aber empfehlen, dass Papier zunächst komplett auf dem Holz festzunageln. Letztlich lässt sich alles mit einer feinen Zange rückstandslos entfernen, so dass man sich keine Sorgen machen muss.

Wenn alle Nägeln an der richtigen Position stehen, geht es ans Fadenwerk. Ich habe es versucht (und geschafft) für das ganze Bild tatsächlich ein einziges Stück Garn zu verwenden, ohne irgendwo abzuschneiden und neu anzusetzen. Je nach Form kann das schwierig sein und es schont vielleicht eure Nerven, wenn ihr hier und da den Fadenlauf unterbrecht. Im Optimalfall habt ihr euch eure Vorlage übrigens zweimal ausgedruckt/aufgezeichnet, so dass ihr den Fadenlauf und die Nägel Stück für Stück nachvollziehen könnt. Ich hatte es nicht getan und glaubt mir, ich habe es bereut….

Sobald ihr fertig gefädelt habt, solltet ihr den Faden auf keinen Fall sofort abschneiden. Schaut euch das Bild erst einmal aus einer gewissen Distanz an, denn so fallen euch kleine Lücken und Fehler noch auf und ihr könnt sie beseitigen.

Ich hoffe meine Idee hat euch gefallen und ich bin schon sehr gespannt, was mein Freund zu seinem Geschenk sagen wird.

Habt ihr schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen?

[DIY-Weihnachtsgeschenk] Selbstgemachte Handyhülle

Geht es euch wie mir? Ihr bekommt ein neues Handy und los geht sie, die ewige Suche nach der passenden Hülle. Tatsächlich ärgert mich es jedes Mal, dass ich einfach nicht das finde, was ich wirklich suche oder genau die Hüllen, die ich super klasse finde, ein Vermögen kosten.

Aber warum kaufen, wenn man eine schöne Hülle ganz nach dem eigenen Geschmack auch selbermachen kann? Und gerade jetzt zu Weihnachten ist es zudem eine schöne Idee, etwas Selbstgemachtes und ganz Individuelles zu verschenken. Wenn man dabei noch ein wenig ausmistet und aufbraucht, dann gibt es doch gar nichts mehr zu meckern, oder?

Alles was ihr für dieses DIY-Projekt benötigt, ist relativ schnell zusammengesucht und nicht sehr teuer. Eine einfarbige Handyhülle soll es sein, ganz gleich, ob sie nun weiß, durchsichtig oder farbig ist, aus Acryl oder Silikon. Dazu solltet ihr noch ein paar Nagellacke zur Hand haben. Hier könntet ihr gut ein wenig ausmisten und schauen, ob ihr vielleicht schöne (bunte?) Farben habt, die ihr eigentlich gar nicht so oft tragt.

Ich habe mich für einen schwarzen Lack entschieden, den ich doppelt besitze und niemals aufbrauchen werde, bevor er schlecht geworden ist. Kombierter habe ich ihn mit einem pinken Glitzerlack, der auch schon viel zu lange sein ungenutztes Dasein fristet.

Wenn nun alle Materialien beisammen sind, geht es endlich los!

Legt euren Arbeitsplatz als erstes mit Küchenkrepp aus, falls doch noch etwas daneben geht. Legt eure Handyhülle stabil und etwas angeschrägt hin, so dass der Lack gut verlaufen kann. Nun geht es an die Farbe! Nehmt eine großzügige Menge Lack auf das Pinselchen und setzt an der oberen Kante der Handyhülle an und lasst den Lack hinunter laufen. Je mehr Farbe ihr auf eine der “Bahnen” gebt, desto länger laufen die Tropfen. Nutzt zunächst nur eine der Farben und lasst diese antrocknen, bevor ihr die Zweite verwendet. Vermischungen wären schließlich nicht schön, denn so wird der ganze Effekt zerstört.

Wenn alles gut getrocknet ist, könnt ihr zur Sicherheit noch Klarlack über die Farbtropfen geben, damit die Hülle im alltäglichen Gebrauch nicht zu schnell wieder kaputt geht.

So habt ihr Ruck-Zuck eine ganz individuelle und hübsche Handyhülle gezaubert und gleichzeitig auch noch ein wenig ausgemistet bzw. alten Lacken eine neue Aufgabe gegeben Besser geht es doch nicht mehr oder?

Weitere Ideen für individuelle Handyhüllen, selbstgemachte Cases und Co habe ich übrigens hier schon einmal für euch zusammen gestellt: *Foto-Handycover*  *Handyhülle aus Filz selber nähen*

[All about the books] Manuela Inusa – Das wunderbare Wollparadies

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Es ist wieder soweit, endlich durfte ich der zauberhaften Valerie Lane einen erneuten Besuch abstattet. Nachdem wir schon die Geschichten von Laurie und ihrem kleinen Teeladen zum Glück, Keira und der Chocolaterie der Träume und Ruby und dem zauberhaften Trödelladen kennen gelernt haben, geht die Reihe nun mit Susann weiter.

Wie es mir in ihrem kleinen Geschäft und ihrer Geschichte gefallen hat, möchte ich euch heute berichten.

 

Manuela Inusa – Das wunderbare Wollparadies:

 

Titel: Das wunderbare Wollparadies
Autor: Manuela Inusa
Verlag: Blanvalet
Seiten: 368
ISBN: 978-3-7341-0627-9

 

Warum geht es?

Susan ist glücklich, sie lebt in der schönsten Straße von ganz Oxford, direkt über ihrem kleinen Wolladen, in dem sie zwischen kunterbunter kuscheliger Wolle fleißig strickt und häkelt, die sie aber nicht nur verkauft, sondern vor allem an Bedürftige verschenkt. In Susan’s Wool Paradise treffen zudem die unterschiedlichsten Frauen regelmäßig aufeinander, um zu Lauries Tee und Keiras leckeren Pralinen in gemütlicher Runde gemeinsam die Stricknadeln klirren zu lassen, sich auszutauschen und zu helfen. Ihre Freundinnen schätzen Susan für ihr großes Herz und ihre ruhige Art, vor allem in diesem besonders kalten Dezember, der auch nicht vor der Valerie Lane Halt macht. Und während es draußen stürmt und schneit, erlebt Susan einen Winter, der alles verändern wird … 

 

 

Rezension:

Ich liebe die Buchreihe von Manuela Inusa, das ist kein Geheimnis. Doch es liegt nicht nur an den wunderbaren und romantischen Geschichten, die die Hamburgerin jedes Mal aufs neue erschafft. Die Bücher der Reihe sind auch einfach wunderschön anzusehen und ein richtiger Hingucker in meinem Regal. Die Geschichte von Susan und ihrem Wollparadies ist der vierte Teil der Reihe und steht seinen drei Vorgängern in Sachen Optik in nichts nach. Wie auch schon in den Büchern zuvor schafft Manuela Inusa mal wieder diese ganz wunderbare Atmosphäre, die es scheinbar nur in der Valerie Lane gibt. Nachdem wir dort schon den Valentinstag und den Sommer verbringen konnten, wird es nun winterlich im kleinen Gässchen in Oxford. Weihnachten steht vor der Tür und scheint wie gemacht zu sein, für die Valerie Lane. Auch wenn ich den Roman bereits im Herbst gelesen habe, hat mich die Geschichte in so eine unglaublich schöne Stimmung versetzt, dass ich nun, wo die Adventszeit wirklich vor der Tür steht, richtig Vorfreude habe.

Endlich erfahren die Leser mehr über Susan, die bisher zwar eine wichtige, aber ebenso stille Rolle im Geschehen der Valerie Lane hatte. Sie war stets für ihre Freundinnen Laurie, Keira und Co da und hatte stets ein offenes Ohr und eine helfende Hand. Susan ist wahrscheinlich die warmherzigste aller Bewohnerinnen der Valerie Lane und diejenige, die der guten Valerie wahrscheinlich sogar am ähnlichsten ist. Wie gutherzige die junge Frau wirklich ist, wird aber erst in dieser Geschichte klar.  Dass Susan ein großes Geheimnis mit sich trägt, wussten wir Leser schon aus den vorherigen Geschichten, welches tragische Schicksal sie aber ereilt hat, erfahren wir nun in Band 4.

Besonders schön finde ich es, dass mit jedem Band immer weitere interessante Protagonisten in die Geschichte gefügt werden, die neue spannende Wendungen und romantische Momente für die noch kommenden Bände versprechen. Denn jede Figur in den Büchern von Manuela Inusa scheint ihren Platz zu haben und eben ihre ganz persönliche und wichtige Rolle im großen Geflecht der Geschichten zu spielen.

Und obwohl Susans Geschichte im Grunde traurig ist, schafft es Manuel Insusa erneut, dem Buch etwas hoffnungsvolles zu geben, so dass am Ende auch die gebeutelte junge Ladenbesitzerin ihr Glück finden kann. Das wunderbare Wollparadies ist erneut ein fabelhafter Wohlfühlroman, den man einerseits in einem Zuge durchlesen könnte, andererseits aber auch möglichst lange genießen möchte.

 

Fazit:

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich im Vergleich zu den drei vorherigen Rezensionen rund um die Buchreihe wiederhole, kann ich mich mit Lob einfach nicht zurückhalten. Das wunderbare Wollparadies ist erneut ein Roman, der genau die richtige Mischung an Romantik, Herzschmerz, Emotionen und Tiefgang mitbringt und die Leser erneut auf eine zauberhafte Reihe nach Oxforder entführt. Einerseits bin ich gespannt, wie die Reihe weitergehen wird, andererseits möchte ich ein wenig traurig darüber sein, dass aktuell nur noch zwei Nachfolgebände geplant sind.

Für diese Geschichte kann ich aber erst einmal erneut wieder nur voll 5 von 5 Sternen geben und eine absolute Leseempfehlung, gerade jetzt zur bevorstehenden Adventszeit, aussprechen. Wer diese Reihe noch nicht kennt, verpasst etwas.

 

Allen, die gerne regelmäßiger Buchtipps und kurze Rezensionen lesen wollen, sei mein Instagram-Account “All_about_the_books ans Herz gelegt.
Ich freue mich, euch als neue Follower begrüßen zu können! 
 
 

[Adventskalender] – Wichteladventskalender aus Bechern

Man soll es nicht meinen, aber bald ist es tatsächlich schon wieder soweit. In den Supermärkten warten die Lebkuchen ja schon seit einigen Wochen geduldig auf Käufer, aber wenn wir ehrlich sind, reizt uns das Mitte September ja nun wirklich noch nicht.

Nun, da der November aber auch schon wieder auf seine Mitte zusteuert, wird es wohl langsam mal Zeit, dass wir uns Gedanken über einen Adventskalender machen.

 

Weihnachtswichtel-Adventskalender:
Adventskalender selbst basteln
 
Enden sollen meine Ideen für 2018 heute dem Klassiker unter den Adventskalendern, der vor allem schon längst deshalb in den Startlöchern bei mir steht, weil er etwas dezimiert ist. Die Beschenkten kommen nämlich schlicht erst Mitte Dezember wieder zurück nach Deutschland. Aber soweit ich weiß steht ja nirgendwo geschrieben, dass ein Kalender zwangsläufig 24 Türchen haben muss ;).
 
Was wir brauchen: 
Adventskalender mit Kindern basteln
 
Grundlage für die Wichtel bilden natürlich die Pappbecher. Für meine habe ich ein weihnachtliches Muster gesucht, das aber nicht klassisch rot/gold ist, sondern etwas dezent. Die blau-weiße Musterung fand ich ganz passend und die kleinen roten Elemente konnte ich auch schön in den Zipfelmützen wieder aufgreifen und so etwas Farbe ins Spiel bringen. 
 
 
Einfacher Adventskalender selbst gebastelt

 

 
Das mit den Bechern die Grundlage für die Wichtel schon gelegt ist, geht es bei dieser Adventskalender-Idee eigentlich “nur” noch um die Details. Kleine niedliche Gesichter mit langen Bärten machen eure Becher schon ein Stück weit zu lustigen Wichteln. Ich habe mich entschieden, den Wichteln unterschiedliche Gesichtsausdrücke zu verleihen, um etwas Abwechslung in den Kalender zu bringen.
Für die Zipfelmützen schneidet ihr anschließend aus Tonpapier Kreise aus. Jeder Kreis bekommt nun einen Einschnitt von etwa einem Viertel, so dass er sich zu einer schönen Mütze eindrehen lässt. 
 
Nach 2-3 Versuchen gelingt das sogar relativ schnell, also nur Mut!
 
Adventskalender mit Bechern

Aus Effektfimo (Gold mit Glitzerpartikeln) habe ich noch schnell kleine Sternchen ausgestochen, auf denen die Nummern des jeweiligen Türchens stehen. Mit 3D-Pads kleben sie schnell und rückstandslos auf den Bechern und geben vor, welcher Wichtel als nächstes sein Geheimnis lüften darf.
 
Schneller Adventskalender selber machen

Becher-Adventskalender sind natürlich die Klassiker unter den selbst gebastelten Kalendern, aber warum soll man Bewährtes nicht neu interpretieren? Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, kann ich mich ehrlich gesagt gar nicht daran erinnern, so einen Kalender schon mal verschenkt zu haben.
Der einzige Nachteil an dieser Kalenderform ist vielleicht, dass man im Hinblick auf die Größe der jeweiligen Geschenke etwas eingeschränkt ist. Aber es gibt ja durchaus viele kleine Ideen.
 
Bastelanleitung Adventskalender

 

Wer noch auf der Suche nach Füllungen für einen Adventskalender ist, dem sei an dieser Stelle meine kleine Sammlung aus der Themenreihe “Adventskalender” ans Herz gelegt. Hier findet ihr die verschiedensten Füllungen für Jedermann.
 
Füllungen für Adventskalender
Ansonsten hoffe ich, dass euch meine Kalender-Ideen gefallen haben und ihr schon fleißig am Basteln seid? Oder habt ihr eure Kalender sogar fertig ?
 
Einen fabelhaften Tag wünscht euch
 
 

[Adventskalender] – Glitzernde Weihnachtstütchen

Mitte November…. eigentlich sollten wir doch alle in totaler Weihnachtsstimmung sein oder? Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber es ist einfach zu warm, um winterlich-weihnachtlich zu sein..

Mitte November heißt aber auch, dass wir uns langsam aber sicher ernsthafte Gedanken um unsere Adventskalender machen müssen. Deshalb habe ich heute eine neue Idee für einen selbstgebastelten Adventskalender für euch.

Glitzernd-glänzender Tütchen-Adventskalender

 


Ein Adventskalender, bei dem daer Phantasie und den Motiven wie so oft keine Grenzen gesetzt sind. Ich habe mich für hauptsächlich winterliche Motive, also Schneeflocken, Schneemänner, Nikoläuse und Co entschieden und den Kalender hauptsächlich in schwarz/weiß gehalten. Lediglich kleine rote Elemente sollten Farbtupfer setzen.


Was wir brauchen:



Grundlage des ganzen Kalenders sind natürlich die Tütchen. Ich habe mir die Arbeit ein wenig erleichtert und eine fertige Schablone verwendet,  Schablonen für unterschiedlichste Geschenktüten findet ihr aber auch zu Hauf im Internet oder -> *hier*  und –> *hier* auf unserem Blog. 

Ob man die Tütchen nun alle in einer Größe hält, so wie ich oder ob man sie dem jeweiligen Inhalt anpasst, bleibt jedem selbst überlassen. Auch mein Kalender hat zwei Geschenke, die größer sind als die anderen. Da ich das Gesamtbild aber nicht stören wollte, habe ich sie in farblich angepasstem Geschenkpapier verpackt und ebenfalls mit Glitzerelementen verziert. Überdimensionierte Tütchen hätten mir dabei nicht so gut gefallen.

Sobald ihr aber eine fertige Vorlage habt, lässt sich deren Größe durch entsprechendes kopieren oder aufaddieren der Maße ganz fix anpassen.


Wenn ihr euch für eine Farbkombination entschieden habt, empfiehlt es sich, zunächst alle Tüten als Rohlinge aus der jeweiligen Pappe auszuschneiden und zu überlegen, ob ihr die Verteilung der Nummern zufällig vornehmt oder einen bestimmten Rhytmus haben wollt. (z.B. weiß folgt auf schwarz usw.) Sofern euch die Farbverteilung egal ist, schneidet ihr einfach schnell 24 verschiedene Rohlinge aus und schon kann es losgehen.


Bei der Dekoration habe ich vor allem auf glitzerndes Papier und Maskingtape gesetzt. Dass Tape meine “heimliche” Leidenschaft ist, dürfte ja hinreichend bekannt sein, aber in diesem Fall leistet es tatsächlich tolle Dienste, um kleine Bordüren oder Absätze zu schaffen. Glitzerpapier kannte ich in der Form bis vor Kurzem noch gar nicht. Mir war bisher nur die Variante aus Mossgummi über den Weg gelaufen, die natürlich für diese Zwecke etwas ungeeignet, weil dick gewesen wäre.

Jumbo-Stanzer und ein präszises Messer sind beim Verzieren der Tütchen übrigens ebenso gute Helferlein, wie weihnachtliche Motivsticker.

Um sowohl den Tüten als auch den jeweiligen Deko-Elementen besonderen Halt zu verleihen, habe ich mich zweier Helferlein bedient, deren Wert mir erst jetzt so richtig bewusst wurde.
Statt matschigem Flüßigkleber oder Klebestiften mit mäßigem Halt, ist für das Fixieren der Tüten ein Fotokleber von dm zum Einsatz gekommen. Ähnlich wie die Korrekturroller, die ihr vielleicht aus Uni oder Büro kennt, zieht man den Klebestreifen einfach über die gewünschte Stelle und alles hält bombenfest ohne zu schmieren und ohne ewige Wartezeiten. 

Kleine Motive habe ich hingegen mit alt bewährten 3D-Klebepads fixiert. Sie halten ebenfalls bombig, sind sauber zu verarbeiten und verleihen den Motiven zudem einen tollen Effekt.


Die meisten Geschenktüten haben einen eigenen Mechanismus, der ihr Deckel und Laschen zum Halten bringt. Auch meine Tüten haben so etwas, aber da ich wusste, dass das eine oder andere Geschenk ein wenig voluminöser sein wird, habe ich noch kleine Holzklammern zum Fixieren und zur späteren Anbringung der Kalenderzahlen ins Spiel gebracht. 
Auch bei den Klammern leistet Maskingtape wieder großartige Dienste. So können noch weitere kleine optische Highlights gesetzt werden oder das Farbschema des kompletten Tütchens wird abgerundet.


Nun wisst ihr, wie der zweite Adventskalender aussieht, den ich in diesem Jahr verschenken werde. Viele weitere große und kleine, aufwändige und schnelle Adventskalender-Ideen habe ich in meiner Themenwoche Adventskalender für euch gesammelt. Vielleicht werdet ihr ja da fündig?

Seid ihr noch auf der Suche nach kleinen Adventsklander-Geschenken für die einzelnen Türchen? Dann schaut doch auch mal in die Sammlung “Füllungen für jedermann”.


Ich hoffe meine kleine Idee hat euch gefallen? 
Sind eure Kalender denn mittlerweile schon fertig oder sucht ihr noch immer nach Inspiration?

Wen beschenkt ihr denn dieses Jahr? 
Freund/Freundin? Eltern? Oder gar euch selbst?


Liebe Grüße

 

[Adventskalender] Minion-Adventskalender

In meinem letzten Beitrag habe ich es versprochen und wie das mit Versprechen so ist, man soll sie halten.

Vor einigen Tagen habe ich euch die schnelle “to go”- Variante eines Adventskalenders gezeigt und auf Basis dieser Variante möchte ich euch heute eine weitere Idee vorstellen.

Der Hintergrund dieser Idee ist ganz simpel. Seit diese kleinen gelben Männlein namens Minion die Bildschirme und Herzen dieser Welt erobert haben, hatte ich die Idee einen Adventskalender mit ihnen und in ihrem Stil zu machen. Wer meinen Blog schon ein wenig verfolgt, der weiß, dass ich ein großer Fan von themenbezogenen Kalendern bin. Sei es nun ein sportliches Thema wie Fußball oder ein ganz konkreter Verein wie Dortmund, ich mag es, wenn die Adventskalender den ganz individuellen Geschmäckern und Leidenschaften des Beschenkten entsprechen.
Nur zum Thema Minions fehlte mir bisher die zündende Idee. 
Auf der Reise durch das große Internet findet man zwar die eine oder andere Idee, wie man die kleinen Figuren als Adventskalender darstellen kann, allerdings bestechen diese Varianten nicht gerade durch Geräumigkeit.

Abgesehen vom individuellen Aussehen der Kalender finde ich es auch schön, wenn der Inhalt der einzelnen Türchen speziell auf den Beschenkten zugeschnitten ist und nicht ganz allgemein jeden erfreuen könnte. Kleinigkeiten im klitzkleinen Ausmaß zu finden, die abwechslungsreich und passend sind, finde ich aber arg schwer, deshalb lasse ich mir gerne Luft nach oben, was die Größe der Türchen angeht.
Falls ihr noch auf der Suche nach passenden Füllungen seid, sei euch mein Sammlung “Füllungsideen für Jedermann” aus der “Adventskalender Themenwoche” ans Herz gelegt. Vielleicht werdet ihr ja dort fündig.

Wie ich das Thema “Minion” als Adventskalender umgesetzt habe, zeige ich euch jetzt:

Selbstgemachter Minion Adventskalender

Wie auch schon bei dem “Adventskalender to go” sind als Basis des Kalenders Kaffee-Becher zum Einsatz gekommen. Woher meine stammen und was ihr zu beachten habt, habe ich im anderen Posting schon erklärt.
Auch eine Anleitung für die Grundvorlage findet ihr dort.

Basis dieser Minion-Becher ist natürlich gelbes Tonpapier. Insgesamt würde ich raten, nur Papier zu verwenden und auf Pappe so gut es geht zu verzichten, denn schließlich muss alles eine runde Form annehmen und biegsam sein.
Starr Pappe ist an dieser Stelle schon einmal etwas zickiger.

Auf die gelbe Basis kommen kleine Latzhosen in Rot oder Gold, Grün und mit Glitzereffekt. Natürlich brauchen die Minions auch noch ihre typischen Augen und einen Mund. Während die Augen als einzelnes Element noch einmal geklebt werden, kann der Mund natürlich ganz einfach und individuell gemalt werden.

Adventskalender mit Minions selbst basteln


Um dem Kalender ein wenig Abwechslung zu verpassen, sind nicht alle 24 Minion-Becher gleich gestaltet. Einige bekamen eine besonder Optik. So musste eines der Minions in ein Tannenbaum-Kostüm schlüpfen, wovon es offensichtlich wenig begeistert ist. Manch eines durfte Christkind oder Engel sein, eines muss als Rentier Rudolf herhalten oder als Schneemann eine gute Figur machen.

So bekommen die einzelnen Türchen nochmal etwas Pepp und der Kalender ist nicht so eintönig. Gerade mit Minions kann man ja unfassbar viel Unsinn anstellen, so dass der Kalender mit jedem weiteren Türchen für mich auch ein echter Spaß wurde.

Minion Adventskalender selber machen



Wie auch schon der ursprüngliche Becher in “to go” Optik bieten natürlich auch die Minions die Möglichkeit einzelne Türchen problemlos von A nach B mitzunehmen. Sicher verschlossen und geschützt sind die einzelnen Geschenke ebenso. Ich muss gestehen, dass ich tatsächlich ein ziemlicher Fan dieser Kalender-Variante bin.
Mal sehen, welche Designs noch folgen werden.

Für dieses Jahr soll es das aber mit Adventskalendern gewesen sein. Die Minions warten genauso wie der “Adventskalender to go” noch auf die letzten Füllungen, bevor sie in ein paar Tagen dann endlich ihren großen Auftritt haben.

Minion Adventskalender basteln

Habt ihr schon alle Kalender gebastelt?
Sind sie auch schon befüllt?

Oder seid ihr noch auf den letzten Drücker auf der Suche nach einer guten Idee?

Viele Grüße

[Adventskalender] Einmal Weihnachten “to go” bitte!

…bitte was?
Naja nicht wirklich Weihnachten “to go”, ein bisschen Besinnlichkeit und Festlichkeit darf es in unserer hektischen Welt ja doch noch sein.
Aber wie wäre es denn mit einem Adventskalender “to go”?

Klingt auch nicht wirklich romantisch und weihnachtlich, aber schließlich will man auch im Erwachsenenalter noch einen Adventskalender und das bitteschön auch jeden Morgen aufs Neue.
Wenn man natürlich die Hälfte der Woche gar nicht dort ist, wo der Kalender hängt oder steht, bekommt man ein Problem.

Um der adventlichen Unterversorgung vorzubeugen, gibt es bei mir dieses Jahr den “Adventskalender to go”

 

Die Idee dahinter ist natürlich nicht nur praktischer Natur, schön aussehen tun die guten Stücke ja auch noch und Kaffee-Liebhaber, Kaffee-Suchti, Kaffee-Freund wie ich nunmal bin, passen sie auch recht gut zu mir, finde ich.

Und dennoch ist eben diese Idee dahinter ganz einfach. Wenn der Kalender so konzipiert ist, dass man einzelne Türchen mitnehmen kann, warum soll man es nicht tun?
Der Adventskalender für unterwegs also.

Was brauchen wir dafür?

Im Grunde genommen nicht sehr viel. Die to-go-Becher gibt es angeblich bei Rossmann. Gefunden habe ich sie dort leider nicht, sondern bin erst in der Metro auf die gestoßen. Dort gibt es unterschiedliche Größen von 0,2 – 0,4 Liter mit passenden Deckeln.
Je nachdem welches Geschenkpapier ihr nutzt, solltet ihr auf den Druck der Becher achten.
Mein Papier war zum Glück nicht sehr durchscheinend, so dass der dunkle Aufdruck mir nichts machte. Für hellere und durchsichtigere Papiere würde ich die graue Becher-Variante empfehlen. Oder eben einen Arbeitsschritt vorschalten und die Becher mit weißem Papier einschlagen.

Bevor es an die eigentliche Dekorationsarbeit geht, müssen wir uns erst einmal eine Schablone bauen. Wer sich natürlich zutraut, das Geschenkpapier aus der Hand passend zuzuschneiden, der kann den Schritt an dieser Stelle mit einem müden Grinsen überspringen. 

Für alle anderen ist ein aufgeschnittener Becher hilfreich. Ein langer Schnitt an der Klebekante öffnet ihn und wenn ihr anschließend noch vorsichtig den Boden herausschneidet, habt ihr eine passende Vorlage.

Ich habe mich entschieden, den Kalender zweifarbig zu gestalten, um ein bisschen Abwechslung in das Bild zu bringen, ohne zu viel Unruhe und zu viele Farben. Silber und Hellblau ergänzen sich für meinen Geschmack recht gut, ohne aufdringlich zu sein.

Eine Variante wäre es natürlich, mit Weihnachts-Papier in einem Farbschema (zum Beispiel Rot/Grün/Weiß usw.) die Becher ganz unterschiedlich zu gestalten. Eine andere Variante von diesem “to-go-Kalender” zeige ich euch eventuell in ein paar Tagen noch hier auf dem Blog.

Wenn ihr eure 24 “Mäntelchen” für die Becher ausgeschnitten habt, geht es natürlich an das Bekleben. Ich empfehle euch, den gesamten Becher mit Klebstoff zu versehen und nicht das Papier. Genauso ist es wesentlich empfehlenswerter großflächig zu arbeiten und nicht bloß die Kanten einzukleistern.
Die Gründe sind simpel wie pragmatisch. Großflächig aufgetragener Klebstoff sorgt dafür, dass das Bild am Ende gleichmäßiger ist. Das Papier liegt rundum auf und haftet am gesamten Becher. Luftblasen, Rillen etc. werden damit weitestgehend vermieden.
Das Bekleben des Bechers und nicht des Papieres hilft euch Korrekturen vorzunehmen, wenn ihr nicht sofort treffsicher die richtige Position für das Papier gefunden habt.

Da mein Geschenkpapier mit seinem Sternenmuster schon für sich gesehen recht dekorativ ist, habe ich mir weitere Verzierungen mit Washi-Tapes und Co erspart und lediglich passende Zahlen-Sterne aus Glitzerpappe ausgestanzt.
Wieviel Dekoration ihr noch auf eure Becher macht, hängt natürlich immer von eurem Papier ab.
Schlagt ihr die Becher nur in simples Packpapier ein, kann es sehr sehr dekorativ sein, mit Schleifen, Tannengrün, Bändern und Co in schönem Rot oder ganz natürlichen Dekomaterialien zu arbeiten.
Benutzt ihr hingehen Glitzerpapier oder Papier mit ausdrucksstarken Mustern, würde ich auf weitere Dekorationen verzichten.

Die ausgestanzten Sterne werden anschließend mit Zahlen versehen und mithilfe von 3D-Pads auf die Becher geklebt.
Natürlich könnte man auf die Pads verzichten, aber ich schwöre auf diese kleinen Biester, denn sie geben einfach jedem hinzugefügten Element noch das gewisse Etwas und heben es augenscheinlich etwas vom Rest ab.

 
Watte dient dem Kalender an seinem Platz in meinen vier Wänden nun aus Schneeersatz und um dem Gesamtbild noch den letzten romantisch-weihnachtlichen Schliff zu geben, habe ich noch eine kleine Lichterkette durch den “Schnee” gezogen.
So sieht der Kalender nicht nur hübsch aus, sondern ist gleichzeitig ein weiteres kleines Deko-Lichter-Element in meinem Haus.
 
 
Ich hoffe, diese kleine und relativ simple Kalenderidee hat euch gefallen? Morgen geht es dann mit einer etwas anderen Variante weiter, ihr könnt also gespannt sein.
 
Für alle, die noch auf der Suche nach der passenden Kalenderidee sind, sei meine Sammlung zum Thema “Adventskalender sowie die Adventskalender-Themenwoche auf diesem Blog ans Herz gelegt.
 
Wer noch auf der Suche nach Ideen rund um die Füllung der einzelnen Adventskalendertürchen ist, der wird vielleicht in der Sammlung Füllungsideen für Jedermannfündig.
 
 
Vorweihnachtliche Grüße
 
 

[All about the books] Petra Johann – Die Einsamkeit des Todes

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Krimis und ich… eine Kombination für sich. Trotzdem nehme ich mir stets zu Beginn der dunklen Jahreszeit vor, mich mal wieder mehr mit spannenden und düsteren Geschichten zu beschäftigen. Spannend sollen sie zwar sein, aber nicht zu blutig, nicht zu gruselig. Ja, ja, ich bin schon ein Sonderling was das angeht, aber zuletzt habe ich es gewagt und mal wieder einen Krimi zur Hand genommen, dessen Vorgänger mich schon richtig begeistert hatte. An diesem Krimi möchte ich euch heute teilhaben lassen und mein kleines Herzensprojekt “All about the books” um ein neues Kapitel erweitern.

 

Petra Johann – Die Einsamkeit des Todes

Autor: Petra Johann
Seiten: 512
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-7341-0204-2

Worum geht es?

Tierarzt Max steht vor den Trümmern seines Lebens. Auf der Hochzeit seines besten Freundes erfährt er, dass seine Verlobte Sarah ihn betrügt und das mit keinem geringerem als seinem eigenen Bruder. Noch in der gleichen Nacht löst er die Verlobung und setzt Sarah vor die Tür. Die Jahre vergehen und langsam kehrt Ruhe in seinem Leben ein, als  Max plötzlich bedrohliche Nachrichten von einer unbekannten Nummer bekommt. Der Absender behauptet, Sarah, die Max seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hat, sei Tod und er für ihren Tod verantwortlich. Als Max selbst Nachforschungen anstellt, wird klar, dass Sarah tatsächlich seit der folgenreichen Nacht verschwunden ist. Als in einem einsamen Waldstück der Koffer gefunden hat, den Sarah damals bei sich getragen hat und wenig später eine Leiche gefunden wird, zieht sich die Schlinge um Max immer enger.

 

 

Rezension:

Mit “Schatten der Schuld” hat Autorin Petra Johann bei mir einen Eindruck hinterlassen, der durchweg gut ist. Ihr Kriminalroman konnte, aller Blutrünstigkeit zum Trotz auch einen Angsthasen wie mich überzeugen. Die Messlatte für “Die Einsamkeit des Todes” lag also relativ hoch. Auf den ersten Blick erzeugt das Buch direkt eine passende Stimmung, das Cover kommt düster und frostg daher und passt perfekt zu dem, was der Klappentext verspricht. Auch findet der Leser relativ schnell in die Geschichte hinein und sich mittendrin in den Wirrungen rund um Tierarzt Max, der schneller als ihm lieb ist, ins Fadenkreuz der Ermittlungen gerät und gleichzeitig noch immer daran zu knabbern hat, dass sein eigener Bruder hinter seinem Rücken mit Sarah, der Ex-Verlobten angebandelt hat.

Das Schlimmste, was einem Krimi allerdings passieren kann, ist wohl die Tatsache, dass der Leser den Mörder bzw Täter nur allzu bald identifiziert. Ich will meiner Rezension nicht schon direkt zu Beginn den Höhepunkt nehmen, aber leider war genau das bei “Einsamkeit des Todes” der Fall. Schon nach knapp 150 Seiten hatte ich einen Verdacht, welche der Protagonisten als Täter in Frage kommen könnte und musste am Ende mit diesem Verdacht recht behalten.

Trotzdem möchte ich positv über den Kriminarroman von Petra Johann berichten, denn auch wenn der Clou am Ende absehbar war (für mich), ist es ein gelungenes Buch, dem es an Spannung keinesfalls mangelt. Denn abgesehen von der Täterfrage hält Petra Johann einige unvorhergesehene Wendungen bereit und “schockt” den Leser mehr als einmal. Die Szenerie, in die das gesamte Tatgeschehen eingebettet wird, erinnerte mich zudem ein wenig an “Mordsfreunde” von Nele Neuhaus. Ein alter Freundeskreis, der sich seit Kindesbeinen kennt, jeder ist mit jedem auf irgendeine besondere Art und Weise verflochten und auch wenn oberflächlich fast alles rosig scheint, brodelt es unter der Fassade ganz gewaltig. Anfangs hatte ich ein wenig Sorgen, dass die Stor langatmig und vorhersehbar werden könnte, schließlich sind über 500 Seiten keine Kleinigkeit und es gibt einfach nichts schlimmeres für einen Krimi, als Wendungen, die absehbar oder – noch schlimmer- offensichtlich konstruiert sind. Doch beides ist nicht der Fall. Petra Johann versteht es, wann immer die Mordermittlung ein wenig festzustecken scheint, ein Ass aus dem Ärmel zu ziehen. Ein Ass, das eine Wendung hervorbringt, die zumindest mich als nicht sehr geübten Krimileser jedes Mal aufs Neue überraschen konnte. Dennoch bekam ich nie das Gefühl, dass diese neuen Entwickungen unglaubwürdig oder unlogisch waren. Vielmehr fühlte ich mich wieder und wieder herausgefordert eigene Schlüssel zu ziehen und Zusammenhänge zu spinnen.

Besonders gefallen hat mir auch das Ermittlerduo, das ein wenig an Bodenstein und Sander erinnert und den Leser direkt an die Hand nimmt. Insgesamt kann Petra Johann zusprechen, dass sie Ihre Figuren sehr gut ausgearbeitet und mit starkem Charakter ausgestattet hat.

 

Fazit:

Trotz der Tatsache, dass ich des Rätsels Lösung viel zu früh auf dem Zettel hatte, ist “Die Einsamkeit des Todes” für mich ein sehr solider Krimi gewesen, der für mich perfekt in die beginnende dunkle Jahreszeit passte. Ich bin froh, dass ich ihn endlich aus der Warteschleife des Bücherregals befreit und ihm eine Chance gegeben habe. Geübte Krimifreunde werden vielleicht nicht unbedingt bis in die letzte Ecke auf ihre Kosten kommen, aber dennoch möchte ich dem Buch gute 3 von 5 Sternen geben und als Krimi für zwischendurch jedem ans Herz legen.

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Ich freue mich, euch als neue Follower begrüßen zu können! 

Viele Grüße

 

[Upcycling] Leere Yankee Candle Gläser wiederverwenden.

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In meinem letzten Beitrag habe ich euch ja gezeigt, was ihr mit ausgebrannten Duftkerzen machen könnt, in denen noch viel zu viel Wachs ist, um sie wegzuwerfen. Heute möchte ich noch einige Ideen zeigen, wie ihr die leeren Gläser auch noch auf eine hübsche Art und Weise wiederverwenden könnt.

Wichtig ist zunächst, dass ihr wirklich alle Wachsreste aus eurem leeren Glas entfernt, denn sonst sieht es einfach nicht sehr dekorativ und schön aus. Am besten lasst ihr das ausgeleerte Glas dazu noch ein wenig im Wasserbad stehen und wischt später die letzten flüssigen Wachsreste mit einem Stück Küchenkrepp aus, bis wirklich nichts mehr vorhanden ist.

Anschließend solltet ihr das Glas ein wenig abkühlen lassen, bevor ihr weiter damit arbeitet.

Nehmt euch nun Bast oder grobe Kordel zur Hand und schneidet insgesamt vier sehr sehr lange Schnüre davon ab. Seid lieber zu großzügig, damit euer Licht am Ende auch in einem schönen Netz hängen kann und dekorativ aussieht. Dreht euer Glas auf den Kopf und nehmt jeweils zwei Schnüre nebeneinander.  Legt sie gekreuzt über den Glasboden und verknotet sie fest in der Mitte miteinander. Zur Sicherheit könnt ihr den Knoten anschließend mit etwas Klebefilm mittig fixieren, damit ihr später einfacher arbeiten könnt.

Nehmt nun die einzelnen Stränge über Eck zusammen und knotet sie etwas unterhalb des Glasbodens zu weiteren Knoten fest. Dabei führt ihr immer die beiden nebeneinander liegenden Stränge beider Schnüren zusammen.Das nun folgende Bild zeigt euch den Schritt etwas genauer.

Führt diese Knotentechnik nun fort, bis euer Glas fest in einem Netz aus Schnüren sitzt. Nun könnt ihr die ungeknoteten Enden entweder irgendwo festbinden und das Glas frei schwingen lassen so wie ich oder ihr schneidet sie ab und habt ein Windlicht im rustikalen Design.

 

Und schon hat eure ausgebrannte Yankee Candle eine neue Funktion, denn wenn wir ehrlich sind, sind die Gläser doch viel zu schade, um sie am Ende wegzuwerfen oder?