[All about the books] L. J. Shen – Dirty Headlines

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Manchmal muss man auf unbekannten Pfaden wandeln, um seinen Horizont zu erweitern…

So oder so ähnlich lässt sich meine Motivation beschreiben, mal wieder ein Buch zu lesen, dessen Genre nicht unbedingt zu meinen Favoriten gehört und mit dem ich meistens nicht besonders warm werde.

Enemies-to-Lovers-Romance…. ich bin ehrlich, meistens empfinde ich diese Bücher als so klischeebehaftet, dass ich einen mittelgroßen Bogen um sie mache, doch dem neusten Buch von L. .J. Shen habe ich eine Chance gegeben, mich von sich zu überzeugen. Ob es sie genutzt hat oder ich es bereuen musste, möchte ich euch heute erzählen.

L.J. Shen – Dirty Headlines

Titel: Dirty Headlines
Autor: L. J. Shen
Verlag: Lyx
Seiten: 416
ISBN: 978-3-7363-1530-3

Worum geht es?
Als Judith Humphrey sich aus dem Bett ihres unglaublichen ONS schleicht, ist sie fast ein wenig enttäuscht, dass sie den attraktiven Unbekannten niemals wiedersehen kann. Hat sie doch sein gut gefülltes Portemonnaie mitgehen lassen. Doch plötzlich läuft sie dem Mann, der noch immer ihre Gedanken beherrscht schneller über den Weg als ihr lieb ist, denn er ist nicht nur ein stadtbekannter Playboy und millionenschwerer Erbe eines Medienimperiums, er ist in erster Linie auch Judiths neuer Boss….

Rezension:
Dirty Headlines ist mein erster Buch von L. J. Shen werden, es wird aber eventuell nicht mein letztes gewesen sein. Und doch bin ich ehrlich: Ja ich hatte ziemlich viele Vorurteile, als ich die ersten Seiten begann und habe mit mehr als einer klischeehaften Handlung gerechnet. Man kennt das ja: Das arme Weibchen, das in einer verzwickten Situation steckt und der reiche Bad Boy mit der furchtbaren Vergangenheit, der von ihr gerettet und zu einem besseren Menschen gemacht wird.

Wird das Klischee von Dirty Headlines erfüllt? Vielleicht!
Habe ich das Buch dennoch gerne gelesen? Definitiv!

Denn ich mochte zum einen das Setting des Medienverlages und die Welt, in die L. J. Shen die Leser entführt. Es weht ein Hauch des hippen Businesslifestyle durch die Seiten des Buches und auch die Protagonistin Judith (Jude) ist zwar einerseits unverfroren, andererseits aber auch herrlich chaotisch sympathisch und bemüht ihr Leben bestmöglich auf die Reihe zu bekommen, auch wenn das Schicksal es andere als gut mit ihr meint.
Célian, ihr männliches Pendant erfüllt zunächst alle Klischees, die man von Ihm als Bad Boy erwartet. Reich, unfassbar attraktiv, nicht besonders nett zu Frauen und mit dunklem Familiengeheimnis und doch zeigt er nach und nach seine weiche Seite. Eine Mischung, die ihn zweifelsfrei auch für den Leser attraktiv und interessant macht.

Trotz des wirklich tollen Schreibstils von L. J. Shen kommt man dennoch nicht umher, manchmal die Logik der einzelnen Reaktionen von Jude und Celian zu hinterfragen. Einerseits präsentiert sich Jude als unabhängige Frau, die ihr Leben mit all seinen Hindernissen irgendwie im Griff hat und wie mehr Potenzial gerade im beruflichen hat, als man ihr zutraut. Eine verkannte Heldin, die eigentlich nur auf ihre Chance wartet und das Bild einer starken Frau zeichnen kann. Und gleichzeitig verhält sie sich in so vielen Situationen beinahe absurd weibisch….nicht weiblich, dass hier und da doch einmal die Augen rollen mussten.
Insgesamt erfüllt „Dirty Headlines“ aber all das, was man von ihm erwartet und garniert all diese Spannungen, das Knistern und Krachen zwischen den Protagonisten mit einer guten Portion Schicksal und Emotion und einer gut gemeinten Dosis Erotik. Ob letztere manches Mal eventuell über das Ziel hinausgeschossen ist und es hier und da einfach zu viel des Guten war, ist Geschmackssache. Für mich hätten man Celians Namen ruhig häufiger erwähnen können als sein bestes Stück….aber auch das ist Teil des Spiels und gehört zu einer solchen Boss-Romance eben dazu.

Fazit:
Wer geringe Erwartungen hat, ist leicht zu begeistern!
Aber genau das dazu behaupten würde „Dirty Headlines“ nicht gerecht werden, denn es ist definitiv ein guter Vertreter seines Genres, der auch mich als kritischen Leser überzeugen konnte.
Ob der Profileser einer solchen „Boss-Romance“ nun genauso begeistert ist wie ich und auf seine Kosten kommen kann, mag ich nicht beurteilen, für mich als Neuling war es auf jeden Fall keine Enttäuschung auch mal über den Tellerrand zu schauen. Deshalb gebe ich dem Buch gute 4 von 5 Sternen!

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[All about the books] Manuela Inusa – Erdbeerversprechen

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Während bei uns der März sich schon wie April verhält und seine Kapriolen schlägt, gibt es doch nichts Schöneres als zumindest gedanklich zu entfliehen. Wie wäre es also mit einem Frühling in Kalifornien? Seid ihr dabei?

Denn heute möchte ich euch von dem neusten Band der Kalifornischen Träume von Manuela Inusa erzählen und euch mit auf die Reise nach Kalifornien nehmen. Nachdem wir in „Wintervanille“ auf der Vanille-Farm von Cece gestartet sind, haben wir den Sommer mit „Orangenträume“ auf der Orangenfarm von Lucinda verbracht und sind im Herbst auf Sophie und ihre Mandelfarm in „Mandelglück“ getroffen.

Band 4 – „Erdbeerversprechen“ verschlägt uns nun zu duftenden Erdbeerfeldern und erzählt uns die Geschichte von Amanda und ihrer Tochter Jane und genau von dieser Geschichte möchte ich euch heute erzählen.

Manuela Inusa – Erdbeerversprechen

Titel: Erdbeerversprechen
Autor: Manuela Inusa
Verlag: Blanvalet
Seiten: 384
ISBN: 978-3-7341-0976-8

Worum geht es?
Das Glück von Amanda schien perfekt. Zusammen mit Tom, der Liebe ihres Lebens und ihrer kleinen Tochter Jane lebt sie im sonnigen Kalifornien auf einer wunderschönen Erdbeerfarm, bis das Schicksal unerbittlich zuschlägt und Tom aus dem Leben reißt. Auch 18 Monate nach seinem Tod hat Amanda noch immer keinen richtigen Halt gefunden und auch die mittlerweile 15 jährige Jane verkraftet den Verlust ihres Vaters nur schwer. Neben finanziellen Sorgen, die die Existenz und damit den Lebenstraum von Tom gefährden, nagen vor allem die Trauer und das immer schlechter werdende Verhältnis zu Jane sehr an Amanda. Als sie sich schließlich mit großer Überzeugungskraft ihrer Mutter und ihrer besten Freundin Sally dazu überreden lässt, eine Trauertherapie zu beginnen, wendet sich das Blatt endlich und Amanda erinnert sich an ein Versprechen, das sie Tom vor langer Zeit gegeben hat.

Rezension:
Manuela Inusa verriet mir in einem Gespräch über ihr Buch, dass gerade „Erdbeerversprechen“ sie vor eine besondere Herausforderung gestellt hat, da der Rechercheprozess aufgrund der Corona-Pandemie ein gänzlich anderer war, als bei den anderen drei Bänden der Reihe. Auch wenn „Erdbeerversprechen“ 2021 spielt, nimmt diese besondere Herausforderung vor der die Welt in den letzten Monaten stand, nur einen kleinen Teil in der Geschichte von Amanda ein. Dennoch hatte es für mich einen gewissen Charme, dass Manuela diese Besonderheit unserer Zeit nicht unerwähnt gelassen hat. Und auch, wenn die Recherche vor Ort zu „Erdbeerversprechen“ nicht möglich war, ist es ihr wieder einmal gelungen, die Zauber Kaliforniens in Buchstanden und Worte zu verwandeln und den Leser zu entführen.
Mit liebevollen Details und wunderbaren Beschreibungen verschlägt es uns mitten auf die Erdbeerfarm von Amanda und lässt uns die Sonne auf der Haut regelrecht spüren und den Duft der reifen Erdbeeren riechen, so dass man beinahe Lust bekommt in den Supermarkt zu gehen und eine Schale zu kaufen, auch wenn sie zu der jetzigen Zeit nicht ansatzweise so schmecken können, wie Manuela Inusa es uns in ihrem Buch von Amandas Erdbeeren glauben lässt.

Nachdem mich „Orangenträume“ restlos begeistert hat und ich bei „Mandelglück“ ein kleines „Aber“ verspürt habe, hat „Erdbeerversprechen“ ein gewaltiges Ausrufezeichen hinterlassen und war nach langer Zeit mal wieder ein Roman, der mich gepackt hat und den ich nicht zur Seite legen wollte. Wie auch schon in den anderen Bänden der Reihe ist das eigentlich Thema der Geschichte gar keine leichte Kost, wird aber erneut so wunderbar gefühlvoll behandelt, dass man nicht umhinkommt sich emotional voll und ganz auf die Seite der Protagonistinnen zu stellen und mit ihnen zu fühlen und zu leiden. Amanda verlor ihre große Liebe Tom viel zu früh, die junge Jane ihren Vater und beide kämpfen mit dem Verlust ihren eigenen Kampf ohne zu merken, dass sie sich unbemerkt sogar voneinander entfernen. Erst am Amanda den Schritt wagt, eine Trauertherapie zu besuchen, bekommen die Wunden der Vergangenheit eine Chance zu heilen.
Natürlich kommt auch in „Erdbeerversprechen“ das Thema Liebe nicht zu kurz und so trifft Amanda im Rahmen ihrer Therapiegruppe auf Carter, der ebenfalls seine große Liebe verloren hat und nun alleine mit seine beiden Töchtern Sam und Astor ist. Während Amanda sich immer weiter öffnet und einem Leben ohne Tom eine Chance gibt, klammert sich ihre Tochter Jane an die Erinnerungen an ihren Vater und versucht diese zu beschützen. Dass sie dabei vielen Menschen in ihrem Umfeld und insbesondere ihrer Mutter Unrecht tut, bemerkt sie in ihrer tiefen Trauer kaum. Völlig gegensätzlich dazu zeigt die Samantha, die zwar ebenfalls noch um ihre Mutter trauert, aber stets die Fassade waren und für ihren Vater und ihre kleine Schwester stark sein möchte. Auf wunderbar gefühlvolle Art und Weise schafft Manuela Inusa es dabei die unterschiedlichsten Arten der Trauer und den so vielfältigen Umgang mit dem Thema Verlust zu zeichnen. Obwohl der Tod alles andere leichte Kost und das typische Thema eines Liebesromans ist, wirkt die gesamte Geschichte sehr harmonisch und durchdacht. Jede der einzelnen Figuren ist sehr liebevoll geschaffen worden und findet ihren Platz im Großen und Ganzen.
Zwar erscheint mir Amanda manchmal ein klein wenig zu konturlos und hätte an manchen Stellen ein bisschen mehr Charakter und Kanten verdient gehabt, doch macht gerade Carter dieses kleine Manko mit jedem seiner Auftritte in der Geschichte wieder wett und präsentiert sich als der absolute Traummann. Zwar hätte auch die Liebesgeschichte der beiden ein klein wenig mehr Raum und Aufmerksamkeit verdient gehabt, da es alles in allem doch recht schnell und ohne die ganz ganz große Romantik vor sich gegangen ist, aber auch das ist mal wieder Jammern auf sehr hohem Niveau. Gerade im Hinblick auf die eigentliche Thematik der Geschichte und die tiefe Botschaft, dass das Leben in all seiner Dunkelheit und mit all seinen Schicksalsschlägen immer ein Fünkchen Hoffnung für uns bereithält und wir einfach nur bereit sein müssen, dieser Hoffnung auch eine Chance zu geben und Glück wieder zuzulassen.

Fazit:
Schwere Kost in einem leichten Roman? Manuela Inusa kann genau das und begeistert mal wieder mit einer wundervollen Geschichte mit Tiefgang und einer tollen Botschaft. Gleichzeitig entführt sie uns Leser in das wunderbar sonnige Kalifornien und macht Lust auf die wärmere Jahreszeit, Sonnenschein und süße Erdbeeren.
Nachdem ich an Mandelglück ein kleines bisschen etwas auszusetzen hatte, begeistert mich „Erdbeerversprechen“ wieder restlos.
Deshalb freue ich mich umso mehr, dass ich der Fortsetzung der Kalifornischen Träume absolut gerechtfertigte 5 von 5 Sternen und euch eine riesige Leseempfehlung geben kann.

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[All about the books] Manuela Inusa – Mandelglück

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Lasst uns zurück nach Kalifornien reisen und in den dritten und neusten Band der Kalifornischen Träume von Manuela Inusa eintauchen. Nachdem Band 1 „Wintervanille“ auf er Vanille-Farm von Cece Halt gemacht hat und es uns danach mit „Orangenträume“ auf die Orangenfarm von Lucinda verschlagen hat, treffen wir nun mit „Mandelglück“ auf Sophie.

Von Ihrer Geschichte und wie sie mir gefallen hat, möchte ich euch heute erzählen.

Manuela Inusa – Mandelglück

Titel: Mandelglück
Autor: Manuela Inusa
Verlag: Blanvalet
Seiten: 448
ISBN: 978-3-7341-0789-4

Worum geht es?
Sophie führt ein glückliches und vor allem erfolgreiches Leben. Sie ist Chefin eines angesagten Restaurants in Boston, liebt und lebt ihre Arbeit, wohnt in einer teuren Traumwohnung und genießt ihre Freiheit. Als ihre geliebte Großmutter Hattie verstirbt verschlägt es Sophie in die kalifornische Kleinstadt, in der sie als Kind so viele Sommerferien auf der Mandelfarm ihrer Großmutter verbracht hat. Nicht nur der Duft frischer Mandeln weckt bei Sophie längst verborgene Erinnerungen, denn sie trifft sowohl ihre beste Freundin aus Kindheitstagen als auch ihre große Jugendliebe wieder. Als Oma Hattie sie dann in ihrem Testament vor die Wahl stellt, die Farm zu übernehmen, gerät Sophies schönes Hochglanzleben endgültig aus den Fugen.

Rezension:
Die Messlatte lag hoch für Mandelglück, denn der Vorgänger „Orangenträume“ hat mich restlos begeistert und ist nach wie vor für mich das beste Buch, das Manuela Inusa jemals geschrieben hat. Trotzdem habe ich mich natürlich wahnsinnig auf Mandelglück gefreut und bin, soviel kann ich vorweg nehmen, nicht enttäuscht worden.

Nachdem wir den Sommer mit Lucinda auf der Orangenfarm verbracht haben, treffen wir nun im Herbst auf Sophie. Wer sich an Wintervanille erinnert, wird erahnen können, dass Erdbeerversprechen (Band 4, der im Februar 2021 erscheint) also wohl im Frühjahr spielen wird. Ein kleiner Kunstgriff, den ich sehr sympathisch finde. Sophie lernt der Leser zunächst als erfolgsverwöhnt, ehrgeizige Karrierefrau kennen, die ein angesagtes Restaurant leitet und durchaus einige Klischees erfüllt. Besonders sympathisch war sie mir anfangs nicht, besonders ihre durchaus egoistische Art war nicht, was sie für mich besonders interessant gemacht hat. Im Gegenteil, die Sophie des Beginns war ganz sicher niemand, mit dem ich gerne befreundet sein möchte. Diese leicht rücksichtslose und egoistische Art nimmt sie zunächst auch mit nach Kalifornien, wo ihr nach der Beerdigung ihrer Großmutter Hattie erstmals bewusst wird, dass sich ihr Leben in den letzten Jahren nahezu nur noch um sich selbst gedreht hat und sie viele wichtige Dinge aus den Augen verloren hat.

Wie in allen Büchern von Manuela Inusa ist auch in Mandelglück Sophie nicht die einzige Protagonistin. Erneut spannt sich ein Netz zwischen insgesamt drei Frauen, die auf die eine oder andere Art durch Vergangenheit oder Gegenwart miteinander verbunden sind. So trifft Sophie auf ihre alte Freundin Lydia, die sie in einer ihrer schwersten Stunden im Stich gelassen hat und die auch heute noch ihre ganze eigenen Kämpfe mit ihrer aufmüpfigen Tochter zu kämpfen hat. Als trauriger Gegenpol zu der häuslichen Lydia und der erfolgreichen Sophie lernt der Leser schließlich Abba kennen, die als junges Mädchen mit einem älteren Amerika verheiratet wurde, ihre Heimat Mexico und ihre Familie hinter sich lassen musste und nun den Lebensunterhalt versucht auf der Mandelfarm von Sophies Großmutter zu sichern.

Erneut gelingt es Manuela Inusa nicht nur, diese wunderbare Atmosphäre des Kalifornischen Lebens, die Leichtigkeit des Frühherbstes und den heimeligen Mandelduft mit nur wenigen Zeilen zu uns nach Hause zu transportieren, denn erneut spannt sie mit ihren Protagonistinnen auch ein Netz, dass dem Leser einen eigenen Ansporn schenkt, über sich selbst nachzudenken. So fragte ich mich durchaus, ob ich nicht auch manchmal das wirklich Wichtige aus den Augen verloren habe, Menschen die eigentlich eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen, aus den Augen verloren habe und ob es wirklich richtig ist, sich so sehr für andere aufzuopfern, dass man sein eigenes Dasein beinahe vergisst.
Das wunderbare an den Büchern von Manuela Inusa ist ganz eindeutig, dass sie uns Lesern diese tiefen Gedanken schenken kann, ohne belehrend zu sein oder uns das Gefühl zu nehmen, einfach nur ein richtiges Wohlfühlbuch zu lesen.

Bei allen Lobeshymnen und wirklichem Gefallen, den ich an dem Buch gefunden habe, hat mich allerdings am Ende das Gefühl ein wenig enttäuscht. Manuelas Bücher leben auch immer ein Stück weit von Emotionen, Liebe und Gefühl, was mir leider in Mandelglück ein klitzekleines bisschen zu kurz gekommen ist. Zwar trifft Sophie ihre Jugendliebe wieder und die beiden schaffen es, ihren alten Konflikt zu lösen, dennoch war mir dieses Handlungsstrang teilweise zu schnell „abgearbeitet“, was ich durchaus schade fand und wo ich mehr mehr gewünscht hätte.

Fazit:
Mandelglück ist erneut eine wunderbare Fortsetzung der Reihe und berührt den Leser erneut sehr tief. Die Kalifornische Sonne machte den teilweise regnerisch tristen deutschen Herbst bedeutend schöner und entführt mal wieder in eine richtige Wohlfühlgeschichte. Dennoch fehlte mir bei Mandelglück im Vergleich zu seinem Vorgänger Orangenträume das gewisse Etwas, weshalb ich mehr als gut gemeinte 4 von 5 Sternen geben möchte.

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[All about the books] Ken Follett – Kingsbrigde

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Wenn ein Autor meine Lese-Leidenschaft im (jungen) Erwachsenenalter entfacht hat, dann ist es Ken Follett. Sein Agententhriller „Die Nadel“ hat ich damals gepackt und nicht mehr losgelassen und nach und nach zum absoluten Bücherwurm mutieren lassen.
Wer Follett liebt, der kam an „Die Säulen der Erde“ nie vorbei und was damals ein wahnsinnig gelungener Mittelalterroman war, hat sich durch die Folgeteile „Tore der Welt“ und „Fundament der Ewigkeit“ zu einer epischen Saga gemausert.

Wer dachte, dass die Reihe der Geschichten aus der aufstrebenden Stadt Kingsbridge beendet ist, der wird spätestens jetzt eines Besseren belehrt.

Ken Follett – Kingsbridge – Der Morgen einer neuen Zeit:

Titel: Kingsbridge – Der Morgen einer neuen Zeit
Autor: Ken Follett
Verlag: Lübbe
Seiten: 1024
ISBN: 978-3-785-72700-3

Worum geht es?
Kingsbridge wie wir es kennen, existiert noch lange nicht. Der kleine Weiler ist nicht viel mehr als ein unbedeutender Fleck auf der Landkarte als die Geschichte im England des Jahres 997 beginnt und uns von Edgar, dem jungen Bootsbauer erzählt, der durch die Hand Fremder alles verliert, was ihm lieb und teuer war. Während Edgar verzweifelt um das kämpft, was ihm von seine Leben noch geblieben ist, streiten sich andere um Reichtum und Macht.

Rezension:
Kingsbridge entführt uns zurück. Zurück in eine Zeit, in der von der mächtigen Kathedrale, die ehrenwerten Mönchen und all den liebgewonnen Charakteren der anderen drei Teile dieser Reihe noch keine Rede war. Wir begleiten Bootsbauer Edgar, der durch alles verloren hat, was sein Leben ausgemacht hat und im kleinen Dorf Drengs Ferry als Handwerker wieder ganz von vorne beginnen muss.

Doch wie in allen seinen Büchern lässt uns Ken Follett nicht nur am Schicksal eines Charakters teilhaben, sondern schafft es ein ums andere mal auf großartige Weise, diverse Handlungsstränge verschiedenster Charaktere zu erschaffen und diese unbemerkt so miteinander zu verflechten, dass das große Ganze uns Leser am Ende einmal wieder restlos begleitet. Sei es die Adelige Ragna, die auf der Durchreise in ein neues Leben ist und noch nichts davon ahnt, in welch eine Familie sie einheiraten wird oder der gutherzige Mönch Aldred, der für Gerechtigkeit steht sowie der machthungrige Wynstan, der über jeden Zweifel erhaben sein möchte und nichts duldet, das ihn in Frage stellen könnte.

Ken Follett entführt den Leser in eine Zeit, die in Mittelalterromanen oftmals zu kurz kommt und schafft es eine wunderbare und stets realistische und plausible Mischung aus seiner fantasievollen Fiktion und seinen tiefgreifenden Recherchen zu kreieren. Ein wahres Meisterwerk, das den Leser nicht nur entführt, sondern auch eine Welt und ein Leben kennenlernt, das uns in unserer heutigen Zeit beinahe unvorstellbar vorkommen mag.

Da es sich bei „Kingsbridge- Morgen einer neuen Zeit“ um die Vorgeschichte, der großen Reihe handelt, ist die Kenntnis der anderen drei Bücher nicht erforderlich und dennoch macht es Spaß, während des Lesens auch immer wieder bekannte Parallelen aus den folgenden Teilen zu entdecken und sich direkt ein wenig tiefer und den Bann der Geschichte gezogen zu fühlen.

Fazit:
Ken Follett wie wir ihn kennen! Kingsbridge ist definitiv ein weiteres Meisterwerk, an dem Fans des Autors einfach nicht vorbeigehen sollten. Auch wenn über 1000 Seiten mal wieder eine Herausforderung sind, verfliegen sie im Nu und ziehen den Leser von Anfang an so sehr in ihren Bann.
Ein absolute Leseempfehlung für Mittelalterfans und solche die es werden wollen und ein grandioser „verspäteter“ Auftakt der bekannten Reihe.
Deshalb kann ich nicht anders, als „Kingsbridge – Morgen einer neuen Zeit“ volle 5 von 5 Sternen zu geben.

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[All about the books] Valerie Korte – Aus allen Wolken fällt man auch mal weich

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Als Blogger über andere Blogger und Influencer zu lesen ist so eine Sache. Teils fühlt man sich ertappt, schmunzelt darüber, dass mein selbst dieses oder jenes Klischee erfüllt. Andererseits ärgert man sich aber auch, dass die Bloggerszene als derart oberflächlich und fake angesehen wird.
Trotzdem mag ich Romane, in denen die Protagonistin eine „von uns“ ist. Eine Bloggerin, eine Influencerin, jemand, der versucht auf kreative Art seine Gedanken und sein Leben zu teilen.

Und um genau so jemanden soll es in meiner heutigen Rezension gehen.

Valerie Korte – Aus allen Wolken fällt man auch mal weich

Titel: Aus allen Wolken fällt man auch mal weich
Autor: Valerie Korte
Verlag: Lübbe
Seiten: 352
ISBN: 978-3-404-18059-2

Worum geht es?
Julia hat ein perfektes Leben – wenn auch nur auf Instagram. Stets top gestylt setzt sie dort die selbst entworfenen Armbänder in Szene, die sie in ihrem Online-Shop verkauft. In Wirklichkeit allerdings ist ihr Kölner Loft nur eine kleine Souterrainwohnung, Töchterchen Fee keineswegs eine verträumte Elfe und der Göttergatte längst ihr Ex. Ein Lichtblick in Julias Alltag ist der Bildhauer Alex von gegenüber, den sie gern heimlich bei der Arbeit beobachtet. Bis er beim Verkauf seiner Werke ihre Hilfe zu brauchen scheint. Plötzlich steht Julia vor der Frage: Wie viel ungeschöntes Leben verträgt die große Liebe?

Rezension:
Der schöne Schein. Kennen wir, die auf Blogs, Instagram und Co unterwegs sind, nicht alle? Wir geben vor authentisch zu sein und doch nutzen wir Filter, um uns an schlechten Tagen zu maskieren und doch drappieren wird noch eine Kerze und noch ein hübsches Dekoelement mehr auf dem Tisch, bevor wir ein Foto machen.
Der Roman von Valerie Korte springt mitten in genau diesen Wunden Punkt von uns Bloggern und schildert sehr authentisch das Leben als Influencer, der dem stetigen, unterschwelligen und doch hausgemachten Druck unterliegt, perfekt sein zu müssen. Dass das Leben oftmals alles andere als perfekt ist und gerade als alleinerziehende Mutter nicht immer einfach, weiß Julia besser als wir und trotzdem versucht sie mit allen Mitteln ihre Scheinwelt der perfekten Ehe, des perfekten Zuhause und dem perfekten Leben aufrechtzuerhalten.

Der Stil von Valerie Korte hat mir sehr gut gefallen und „Aus allen Wolken fällt man auch mal weich“ ist zwar einerseits ein typisch locker-leichter Sommerroman, regt aber dennoch auch dazu an, das eigene Dasein auf Social Media einmal zu hinterfragen und darüber nachzudenken, wieviel Fake eigentlich gesund und nötig ist. Dass die reine Handlung des Buches immer wieder durch vereinzelte Social Media Postings auf Instagram unterbrochen wird, die die kreativen Inszenierungen Julias zeigen, gibt dem Buch meiner Meinung nach eine kleine Prise Besonderheit und lockert die gesamte Geschichte noch ein wenig mehr auf. Zumal so auf humorvolle und selbstironische Art und Weise der extreme Unterschied der Welten klar wird, in denen Julia sich bewegt und die gegensätzlicher kaum sein könnten.
Das Buch nimmt mit einem lebendigen und witzigen Stil die schöne heile Instagram-Welt gehörig aufs Korn und hält der digitalen Welt den Spiegel vor, in der mehr Schein als Sein herrscht. Dass man sich durch diesen scheinbaren Perfektionismus selbst unglaublich unter Druck gesetzt fühlen kann, wissen Blogger und Instagrammer sicherlich aus eigener Erfahrung sehr genau, weshalb es als Leser leicht fällt, sich in Julia hineinzuversetzen, die im Grunde eine ziemlich verunsicherte junge Frau ist, die perfekt erscheinen möchte, um zu gefallen. Im Verlauf des Romans merkt sie jedoch nicht nur, wie schwer ihr die Online-Flunkerei fällt, sondern das ehrlich bekanntermaßen am längsten währt.

Fazit:
Der Geschichte rund um Julia zeigt auf humorvolle und leichte Art und Weise wie irrsinnig die Welt der Blogger und Influencer doch ist, lässt uns Leser lachen und dennoch auch kritisch über uns selbst nachdenken. Sind wir nicht alle auf Social Media ein kleines bisschen Fake?
Valerie Korte gelingt es, die Plattformen wie Instagram in einem anderen, nicht ganz so perfekten Licht erscheinen zu lassen und gleichzeitig auch zu zeigen wieviel Arbeit in dieser Scheinwelt steckt. Die Story bietet ausgesprochen gute Unterhaltung, eine schöne Prise Tiefgründigkeit mit einem guten Schuss Lovestory und kann absolut als Leseempfehlung bezeichnet werden.
Insgesamt möchte ich dem Buch daher 4 von 5 Sternen geben.

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[All about the books] Marie Grasshoff – Cyber Trips

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Manchmal kann es sich lohnen, auch mal über den Tellerrand zu schauen und sich aus der eigenen Komfortzone hinauszuwagen. Manchmal kann es sich lohnen, etwas zu versuchen, von dem man dachte, dass man damit nicht viel anfangen kann. Manchmal kann es sich lohnen, manchmal aber auch nicht…

Marie Grasshoff – Cyber Trips

Titel: Cyber Trips
Autor: Marie Grasshoff
Verlag: Lübbe
Seiten: 448
ISBN: 978-3-404-20967-5

Worum geht es?
Eigentlich würde ich euch an dieser Stelle wie immer ein wenig über den Inhalt berichten. Allerdings handelt es sich bei Cyber Trips um den zweiten Teil einer Reihe, der beinahe nahtlos an Teil 1 anknüpft. Für alle die, die Teil 1 noch lesen möchten, würde die Inhaltsangabe also ein Stück weit spoilern. Um das zu verhindern und euch vielleicht die Lust am Lesen der Reihe zu nehmen, verzichte ich in dieser Rezension auf die Inhaltszusammenfassung.

Rezension
Ein Sprung in ein völlig unbekanntes Genre, einfach mal etwas wagen und ein Buch lesen, von dessen Art man zuvor noch nie etwas gelesen hatte….Warum nicht? Mit Cyber Trips bin ich kopfüber ins Ungewisse gesprungen, denn Science Fiction war bisher nichts, was man in meinem Bücherregal finden konnte. Zudem hatte ich Neon Birds, den erste Teil der Reihe, der 2019 erschienen ist, nicht gelesen. Ein doppeltes Wagnis also.

Im Vorfeld habe mich einige gewarnt, waren gar entsetzt, wie ich denn Teil 2 lesen könnte, ohne Teil 1 zu kennen. Ein Wagnis, ganz klar, aber marie Grasshoff machte es mir leicht. Zwar knüpft Cyber Trips fast nahtlos an Neon Birds an, dennoch wir der Leser auf den ersten Seiten abgeholt und noch einmal ins Bilde gesetzt, was überhaupt passiert ist, welche Eckpunkte der Protagonisten wichtig sind und worauf es ankommt. Allen Bedenken zum Trotz hatte ich also zu keiner Zeit das Gefühl nicht zu verstehen, worum es geht.
Schon alleine im Sinne der Autorin würde ich euch dennoch empfehlen, die Reihe von Beginn an zu lesen, denn die Geschichte als solche, der Stil von Marie und die Mühe, die sie sich beim detailreichen Zeichnen der einzelnen Protagonisten gegeben hat, haben es einfach verdient, von Beginn an gewürdigt zu werden.

So viel Lob wie ich für Marie Grasshoff als Autorin an dieser Stelle aussprechen möchte, so groß ist leider auch das „ABER“, dass in dieser Rezension einfach unterschwellig mitschwebt.
Cyber Trips ist ein tolles SciFi-Buch, dass Fans dieses Genre sicher voll auf begeistern wird, aber es ist einfach nichts für mich.
So traurig es mich macht, das zugeben zu müssen, ich konnte mich einfach nicht für die Art der Geschichte, das Geschehen und diese Welt begeistern.
Nicht, weil das Buch schlecht wäre, es ist einfach nicht mein Genre und einfach nichts für mich gewesen.

Fazit:
Ganz klar vorweg möchte ich festhalten, dass nur mein persönlicher Geschmack zu diesem großen „ABER“ führt. Cyber Trips ist ein toll geschriebenes Buch von einer sehr sympathischen und talentierten Autorin. Mein Ausflug in dieses mir bis dato unbekannte Genre war ein Wagnis und wie ich eingangs festgestellt habe, kann es sich manchmal lohnen etwas zu wagen und manchmal eben nicht.
Trotzdem bin ich mir sicher, dass der zweite Band dieser Reihe Fans des Genres begeistern wird, so wie es Neon Birds ebenfalls getan hat.

Deshalb möchte ich auch bei der Bewertung des Buches von meinem persönlichen Geschmack Abstand nehmen und Cyber Trips dennoch 4 von 5 Sternen geben.

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[All about the books] Manuela Inusa – Orangenträume

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Es geht weiter mit der neuen Reihe von Manuela Inusa und nachdem im ersten Teil „Wintervanille“ ein Besuch bei der Kalifornischen Vanille-Königin Cecilia auf dem Plan stand, verschlägt es den Leser in Teil 2 nun auf die Orangenfarm von Lucinda.

Nachdem Wintervanille die Reihe eingeläutet hat und mich nur bedingt überzeugen konnte, waren meine Erwartungen trotzdem hoch. Ob sie erfüllt worden sind, verrate ich euch im heutigen Beitrag.

Manuela Inusa – Orangenträume

Titel: Orangenträume
Autor: Manuela Inusa
Verlag: Blanvalet
Seiten: 409
ISBN: 978-3-7341-0563-0

Worum geht es?
Immer wenn der Sommer Einzug hält und der Juli anbricht, beginnt für Orangenfarmerin Lucinda die schönste Zeit des Jahres, denn sie kann den Alltag und die Sorgen, die das Leben auf einer Farm mit sich bringen, für ein paar Tage vergessen. Sommer, das bedeutet es wird Zeit für die Orangentage. Diejenigen Tage im Jahr, die Lucinda mit ihren ältesten und besten Freundinnen verbringen und einfach unbeschwert das Leben genießen kann. Wie jedes Jahr fiebern die Freundinnen ihren Tagen entgegen und wissen doch nicht, dass jede einzelne von ihnen im Gepäck ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen hat, was sie sorgsam versucht, vor den anderen zu verstecken….

Rezension:
Nachdem ich von Wintervanille zwar angetan war, aber mir das Ende doch ein wenig zu schnell und absehbar kam, ich es vielleicht sogar ein wenig zu seicht fand, habe ich große Hoffnungen in Orangenträume gesetzt.
Dass ich ein großer Fan von Manuela Inusa bin und ihre Valerie-Lane-Reihe unglaublich gerne gelesen habe, ist auch kein Geheimnis. Deshalb waren meine Hoffnungen auf eine tolle Fortsetzungen der neuen Reihe auch durchaus berechtigt.

Orangenträume startet sommerlich und gleichzeitig doch ein wenig geheimnisvoll. Der Prolog verrät, dass es keineswegs ein zuckersüßer Wohlfühlroman mit einer netten und ach so gefühlvollen Liebesgeschichte werden wird und er soll Recht behalten. Oder doch nicht?

Ein ganz klares Jein, denn Manuela Inusa ist und bleibt eine Meisterin in Sachen Wohlfühl-Buch und großen Emotionen und doch ist Orangenträume anders, als das was man bisher von ihr kennt.
Zwar verzichtet sie nicht darauf, Protagonistin Lucinda mit dem charmanten Lebensmittelhändler Jonah einen Traummann zu Seite zu stellen, doch liegt der Fokus keinesfalls auf dieser Liebesgeschichte und den ersten zarten Gefühlen, die sich zwischen den beiden unweigerlich entwickeln. Doch wer glaubt, dass Gefühle in „Orangenträume“ deshalb zu kurz kommen, der irrt.
Vielmehr zeigt der zweite Teil der Reihe, dass Gefühle viel facettenreicher sein können, als eine simple Liebesgeschichte vermuten lässt und dass das Leben so perfekt scheinen kann wie es will, unter der Fassade schlummern Geheimnisse, die wir alle so gut es geht zu verbergen versuchen.
Während Lucinda sich um das Erbe ihrer Eltern, um das Lebenswerk ihres Vaters und ihre Zukunft sorgt, weil die Farm in immer größere Schwierigkeiten gerät, muss Freundin Rosemary erkennen, dass Glamour und Ruhm aus Hollywood zwar ihren Reiz haben unter der oberflächlichen Fassade dieser Traumwelt aber kaum etwas steckt, woran man sich in dunklen Stunden halten kann.
Die erfolgreiche und zielstrebige Jennifer kämpft hingegen gegen die Dämonen ihrer Kindheit, vor denen sie seit dem Abitur weggelaufen ist. Weglaufen würde auch Michelle am liebsten, denn ihr absoluter Lebenstraum entpuppte sich zum waren Albtraum.
Manuela Inusa packt mit „Orangenträume“ Themen an, die in unserem Alltag allgegenwärtig sind, auch wenn wir sie gerne verschweigen würden. Trotz der Schwere dieser Themen wie Krankheit, Bindungsangst, Vertrauensverlust, häuslicher Gewalt und finanziellen Sorgen, gelingt es ihr, den Leser auf unglaublich emotionale Weise teilhaben zu lassen und zu zeigen, wie wertvoll echt Freunde sind, die den Glauben nie verlieren und Mut machen, sich selbst wieder zu vertrauen und stark zu sein.

Fazit:
Das beste Buch, das ich bisher von Manuela Inusa gelesen habe.
Große Worte, keine Frage, aber genau diese Worte hat „Orangenträume“ auch verdient.

Wer eine schnöde sommerliche Lovestory erwartet, wird enttäuscht sein, denn das Buch kann so viel mehr.
Wer große Gefühle, tiefe Emotionen und eine Geschichte sucht, die ganz tief im Herzen berührt, dem ganz ich Orangenträume nur wärmstens empfehlen.

Ein wunderbar sommerlicher Roman, der den Leser mit Leichtigkeit in die sommerliche Schönheit Kaliforniens entführt und den Duft von Orangen beinahe riechen lässt und doch nicht vergisst, dass das Leben nicht immer nur auf der Sonnenseite stattfindet.
Ein Roman, für den ich Manuela nur ein großes Kompliment aussprechen kann und nichts anderes als 5 von 5 Sternen geben möchte.

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[Reiseerinnerung] „Places I’ve been….“ – Reise – DIY

Lust auf ein kleines DIY zum Thema Reiseerinnerung? 
Ihr kennt es vielleicht, wenn man in stillen Momenten noch einmal darüber nachdenkt und sich erinnert, welche tollen Länder und Städte man schon besucht hat, dann wird erst klar, dass man doch ganz schön viel bereits erlebt hat, was im Alltag häufiger mal in Vergessenheit gerät. Warum erinnern wir uns also nicht viel öfter daran? Vielleicht mit einer kleinen Reise-Erinnerungsdeko? Einer kleinen optischen Gedankenstütze der „Places I’ve been“.

Reise-DIY Places I've been

 

Die Idee:

Schon oft habe ich daran gedacht, alle (tollen) Städte, die ich bisher bereist habe, irgendwie dekomäßig an meinen vier Wänden die verewigen und meinen Reiseerinnerungen somit mit einem DIY einen Platz zu schaffen.
Bisher drehten sich meine Gedanken allerdings meist um die klassische Weltkarte mir Fähnchen. Doch so eine Karte ist riesig und wenn ich ehrlich bin, hätte ich noch gar nicht mal so viele Plätze für Pinne und Fähnchen, weil es einfach noch viel zu viele Länder und Städte gibt, die ich noch nicht bereits habe. Deshalb kam mir eine andere DIY Idee für meine Reiseerinnerungen

Das Material: 

Reiseerinnerungen DIY Idee

Da ich meinen alten Schulatlas für diese Reiseerinnungs-DIY-Idee nicht zerstören wollte, habe ich mir günstig eine gebrauchte Alt-Auflage ersteigert, bei der das schlechte Gewissen irgendwie geringer ist, wenn Schere und Cutter zum Einsatz kommen. 
Zudem habe ich noch tiefe Bilderrahmen in einem bekannten Möbelhaus und Geschenkpapier mit Reliefmuster in der Drogerie gekauft und schon konnte es ans Werk gehen.

Schritt 1:Reiseerinnerung DIY Idee

Allen Anfang dieser Reiseerinnerung machen natürlich die Städte, die ihr verewigen wollt. Ich konnte leider gar nicht alle meine Favoriten nehmen, da der Atlas teilweise etwas doof gedruckt war, so dass es mit der Herzform nicht gepasst hätte. Am Ende kam aber doch eine gute Mischung von Norden nach Süden, Osten nach Westen raus, auf die ich insgeheim auch ein wenig stolz bin.
Wenn ihr eure Städte ausgewählt habt, zeichnet mit einer entsprechenden Schablone Herzformen (oder eure gewünschte Form) um die Städte herum und schneidet sie aus. 

Schritt 2:  Reiseerinnerung DIY Idee

Hinter das Passepartout des Rahmens klebt ihr im nächsten Schritt das von euch ausgewählte Geschenkpapier. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, es dezent zu halten. Allerdings kann ich mir auch gut vorstellen, dass es knallig und farbig, vielleicht in den jeweiligen Landesfarben, auch sehr toll aussehen kann. Oder wie wäre es mit der Flagge des jeweiligen Landes im Hintergrund?

Reiseerinnerung Places I've been DIY

In einem letzten Schritt klebt ihr euer Herz oder die gewählte Form mittig auf das Passepartout und legt dieses wieder in den Rahmen hinein.
Fertig ist eine schöne Reiseerinnerung, die auch noch ein echter Hingucker an eurer Wand ist.

Reiseerinnerung - Places I've been DIY Idee

Natürlich habt ihr noch viel mehr Möglichkeiten, euren Reiseerinnerungen einen dekorativen Platz zu geben. Die gezeigten tiefen Rahmen gibt es auch in größeren Größen, so dass ihr auch mehrere Städte eines Landes in einem Bilderrahmen verewigen könntet. Ich habe mich letztlich bewusst für die kleinen Rahmen entschieden, da ich jeder Stadt eine eigene kleine Bühne und Reiseerinnerung geben wollte.

Reiseerinnerung - Places I've been DIY Idee

Mittlerweile zieren vier weiße und vier schwarze Rahmen meine Wände und ich erfreue mich jeden Tag an meinen kleinen feinen Reiseerinnerungen und Gedanken an die tollen Städte, die ich bereits besuchen durfte. Besonders motiviert bin ich natürlich, diese kleine Galerie irgendwann so zu erweitern, dass 10 und mehr Rahmen gefüllt werden können.

Reiseerinnerung - Places I've been DIY Idee

 
Und falls ihr noch ein paar Inspirationen für Städtetrips und Fernreisen sucht, dürft ihr gerne mal in meiner Reiserubrik vorbeischauen.

Liebe Grüße

EsKa kreativ



[Upcycling] Leere Yankee Candle Gläser wiederverwenden.

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In meinem letzten Beitrag habe ich euch mit einer Upcycling Idee gezeigt, was ihr mit ausgebrannten Yankee Candles machen könnt, in denen noch viel zu viel Wachs ist, um sie wegzuwerfen. Heute möchte ich noch einige Ideen zeigen, wie ihr die leeren Gläser auch noch auf eine hübsche Art und Weise wiederverwenden könnt.

Yankee Candle Upcycling

An die Gläser, fertig, los…

Wichtig ist zunächst, dass ihr wirklich alle Wachsreste aus eurem leeren Glas entfernt, denn sonst sieht es einfach nicht sehr dekorativ und schön aus. Am besten lasst ihr das ausgeleerte Glas dazu noch ein wenig im Wasserbad stehen und wischt später die letzten flüssigen Wachsreste mit einem Stück Küchenkrepp aus, bis wirklich nichts mehr vorhanden ist.

Anschließend solltet ihr das Glas ein wenig abkühlen lassen, bevor ihr mit dem Yankee Candle Upcycling wirklich starten könnt.

Yankee Candle Upcycling

Schritt 1:

Nehmt euch nun Bast oder grobe Kordel zur Hand und schneidet insgesamt vier sehr sehr lange Schnüre davon ab. Seid lieber zu großzügig, damit euer Licht am Ende auch in einem schönen Netz hängen kann und dekorativ aussieht. Dreht euer Glas auf den Kopf und nehmt jeweils zwei Schnüre nebeneinander.  Legt sie gekreuzt über den Glasboden und verknotet sie fest in der Mitte miteinander. Zur Sicherheit könnt ihr den Knoten anschließend mit etwas Klebefilm mittig fixieren, damit ihr später einfacher arbeiten könnt.

Yankee Candle Upcycling

Schritt 2:

Nehmt nun die einzelnen Stränge über Eck zusammen und knotet sie etwas unterhalb des Glasbodens zu weiteren Knoten fest. Dabei führt ihr immer die beiden nebeneinander liegenden Stränge beider Schnüren zusammen.Das nun folgende Bild zeigt euch den Schritt etwas genauer.

Yankee Candle Upcycling

Die weiteren Schritte:

Führt diese Knotentechnik nun fort, bis euer Glas fest in einem Netz aus Schnüren sitzt. Nun könnt ihr die ungeknoteten Enden entweder irgendwo festbinden und das Glas frei schwingen lassen so wie ich oder ihr schneidet sie ab und habt ein Windlicht im rustikalen Design. So schnell und einfach funktioniert ein cooles Yankee Candle Upcycling, toll oder?

Yankee Candle Upcycling

Und wenn wir ehrlich sind, sind die Gläser doch viel zu schade, um sie am Ende wegzuwerfen oder?

[Upcycling] Yankee Candle – Was tun mit abgebrannten Duftkerzen?

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Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich ein absoluter Fan von Duftkerzen bin. Nicht nur jetzt, wo die kältere Jahreszeit vor der Tür steht, sind schöne Düfte und heimeliges Kerzenlicht ein absolutes Muss für mich. Als Kerzenfan kommt man natürlich an den wunderschönen Yankee Candle nicht vorbei und automatisch ergibt sich ein Problem.

Was macht man mit den heruntergebrannten Kerzen, die meistens noch viel zu viel Wachs haben, um sie einfach wegzuschmeißen? Eine erste Idee wie ihr euren Kerzen (übrigens nicht nur Yankee Candle) zu neuem Leben verhelfen könnt, habe ich heute für euch.

Was braucht ihr für die Yankee Candle Upcycling Idee

Das kleine Helferlein, das wir für dieses Yankee Candle Upcycling brauchen, ist ein hübsches anderes Gläschen. Ich habe direkt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und ein ebenfalls leeres Marmeladenglas mit hübschem Aufdruck zur Hand genommen. So bekommen beide noch eine Chance auf einen zweiten Frühling. Clever oder?

Yankee Candle Upcycling

Schritt 1:

Zunächst müssen wir aber erst einmal zusehen, dass das Wachs aus der ausgebrannten Candle herauskommt. Hierfür müsst ihr den House Warmer, als die große Kerze in ein Wasserbad stellen und warten, bis sich das Wachs komplett aufgelöst habt. Achtet darauf, dass ihr die Herdplatte nicht auf vollste Hitze stellt, das wasser soll nicht kochen, sondern nur das Wachs zum Schmelzen bringen.

 

Schritt 2:

Während die Wachsreste flüsig werden, könnt ihr schon einmal euer neues Kerzengefäss vorbereiten. Nehmt dazu einen Docht, den ihr entweder (so wie ich) fertig gekauft habt oder den ihr euch schnell auf die passende Größe zurecht schneidet.

Yankee Candle Upcycling

Schritt 3:

Taucht den Docht kurz in das flüssig werdende Wachs und drückt ihn auf den Boden des Gläschens. Fixiert das obere Dochtende noch mit einigen Holzstäbchen mittig in eurem Glas und gebt anschließend das heiße Wachs hinein.

Wenn alles gut getrocknet ist, könnt ihr die Holzstäbchen entfernen und habt eine neue kleine Duftkerze im hübschen Design.

Yankee Candle Upcycling Was ihr zudem noch mit dem leeren Yankee Glas anstellen könnt, verrate ich euch dann morgen mit einer weiteren Upcycling-Idee

 

Bis dahin

EsKa kreativ