[All about the books] Nele Neuhaus – Muttertag

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Es gibt nicht viele Bücher, auf deren Erscheinungstermin ich regelmäßig hinfiebere und sobald ich sie in den Händen halte, alle anderen Leseexperimente abbreche, um mich voll und ganz dieser einen Neuerscheinung widmen zu können. Zu den Büchern, denen dies regelmäßig eben doch gelingt, gehören zweifelsohne die Taunuskrimis von Nele Neuhaus.
Umso glücklicher bin ich, euch heute von dem bereits 9. Teil der Krimireihe rund um das Duo Oliver von Bodenstein und Pia Sander berichten zu können.

Nele Neuhaus – Muttertag

Titel: Muttertag
Autor: Nele Neuhaus
Verlag: Ullstein
Seiten: 553
ISBN: 978-3-550-08103-3

Worum geht es?

Auf dem Gelände einer stillgelegten Fabrik wird deren ehemaliger Betreiber Theodor Reifenrath tot aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass der alte Mann nicht eines natürlichen Todes gestorben sein kann. Bei den Ermittlungen stoßen Pia Sander und Oliver von Bodenstein auf dem Gelände auf einen Hundezwinger und finden neben einem halb verhungerten Tier auch Knochen, die zweifelsohne von Menschen stammen müssen. Als die Spurensicherung schließlich immer mehr menschliche Überreste auf dem Gelände von Reifenrath findet und Rechtsmediziner Henning Kirchhoff einige von ihnen als lange vermisste Frauen identifizieren kann, beginnen die Ermittler damit, die Vergangenheit der Familie Reifenrath aufzurollen…..

Rezension:

Der Grund, warum ich die Kriminalromane von Nele Neuhaus so mag liegt ganz sicher darin begründet, dass sie keine Geschichten konstruiert, nur um ihren Mord, ihre geplante Entführung oder eben die krimitypische Gefahr unterzubringen. Viel mehr wagt sie sich an Themen heran, die auch gesellschaftlich brisant sind, die unter die Haut gehen und die den Leser auch im Anschluss an die Lektüre nicht loslassen. Ganz besonders prägend im Zuge der Taunus-Reihe finde ich dabei immer noch Teil 6, Böser Wolf, der mich auch heute immer noch schaudern lässt.

Mit Muttertag greift sie das Thema des Schicksals vieler Heimkinder und der Erziehungspraktiken in den 50er/60er Jahren auf, das erneut ein ungutes, beinahe beklemmendes Gefühl hinterlassen hat.
Dass ich ein großer Fan der Reihe bin, bedarf keiner weiteren Erwähnung und umso größer waren natürlich meine Erwartungen und meine Vorfreude auf “Muttertag”.

Nach einem kurzen Prolog führt Nele Neuhaus uns Leser direkt mitten in das Geschehen und lässt uns direkt eintauchen in den Mordfall rund um Theodor Reifenrath. Wie auch seine Vorgänger besticht “Muttertag” durch einen brillanten Schreibstil gepaart mit Figuren, die einerseits facettenreich und durchdacht sind, andererseits wie du und ich ein Teil der Nachbarschaft oder der Familie sein können. Ebenso wie das Ermittlerduo, das herrlich normal und menschlich mit all seinen Fehlern und Eigenheiten schnell den Leser an die Hand nimmt und die Ermittlungen beinahe mit ihm gemeinsam führt.

Neben dem Hauptschauplatz im Taunus, der dem Krimi erneut einen wunderbar sympathischen Lokalkolorit gibt, wagt Nele Neuhaus sich mit Muttertag über die deutsche Grenze und baut einen zweiten, nicht weniger wichtigen Handlungsstrang in der Schweiz auf.
Obwohl ich derartigen Aufteilungen der Handlungsstränge immer sehr skeptisch gegenüber stehen und es zu oft dazu führt, dass die Ereignisse verwirrend und undurchsichtig werden, hat dieser Schachzug in Muttertag mich voll und ganz überzeugen können. Nele Neuhaus gelingt es, auf diesen zwei Handlungsebenen Spannungsbögen zu erzeugen und letztlich die beiden Stränge so zusammenzuführen, dass alles ein großes Ganzes ergibt, ohne den Beigeschmack zu haben, dass irgendetwas konstruiert sein könnte.
Vielmehr besticht der Kriminalroman erneut durch bis ins Detail durchdachte Wendungen und Ereignisse, die den Leser bis zum Schluss so oft auf falsche Fährten lockt, dass der wahre Täter tatsächlich eine Überraschung ist.

Fazit:

Wer die Taunusreihe schon kennt, der weiß, dass von ihr viel zu erwarten ist und dennoch schafft Nele Neuhaus es mit “Muttertag” die Erwartungen noch einmal zu übertreffen.
Für Krimifreunde und alles die es werden wollen, kann ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen und bedaure es gerade ein wenig, dass ich “Nur” 5 Sterne zu vergeben habe.
Mit dem 9. Teil der Krimi-Reihe hat Nele Neuhaus sich erneut selbst übertroffen, so dass dass ich nicht umhin komme, volle 5 von 5 Sternen zu vergeben.

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[All about the books] Manuela Inusa – Wintervanille

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Ein neues Buch von Manuela Inusa, was war das für eine freudige Nachricht, nachdem klar wurde, dass die Valerie Lane- Reihe bald ein Ende finden würde. Da ich abgesehen von den Geschichten rund um die Ladenbesitzerinnen der kleinen Straße in Oxford bereits auch die anderen Bücher der Autorin gelesen und gemocht habe, klang die Ankündigung einer neuen Reihe mehr als vielversprechend.

Vom Auftakt dieser neuen Reihe möchte ich euch heute berichten….

Manuela Inusa – Wintervanille

Titel: Wintervanille
Autor: Manuela Inusa
Verlag: Blanvalet
Seiten: 458
ISBN: 978-3-7341-0788-7

Worum geht es?
Cecilia hat eine große Leidenschaft in ihrem Leben und das Glück, diese zum Beruf machen zu können. Im schönen Napa Valley ist sie in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und betreibt eine kleine feine Vanillefarm, auf der sie nicht nur das edle Gewürz, sondern auch viele leckere Köstlichkeiten rund um die schwarzen Stangen herstellt und verkauft.
Und obwohl sie ihr Leben auf der Farm voll und ganz erfüllt, bleiben soziale Kontakte, die über ihre Tante und ihre beste Freundin Julia hinausgehen, ein wenig auf der Strecke. Von einem Liebesleben wagt Cecilias schon gar nicht mehr zu sprechen.
Als ihre Farm durch einen TV-Bericht bekannt wird und sie in das Nobelhotel des vermögenden und erfolgreichen Richard eingeladen wird, um dort an einem Gewürzseminar teilzunehmen, wird Cecilias kleine Welt gehörig durcheinander gewirbelt.

Rezension:
Wintervanille lässt uns in die neue Reihe von Manuela Inusa starten, die durch zwei weitere Teile komplettiert werden wird. Und es lässt sich nicht leugnen, dass die sympathische Autorin einen unverkennbaren Schreibtsil hat, der ihre Bücher allesamt zu Wohlfühlbüchern macht.
Auch wenn die Geschichte von Cecilia in absolut keinem Zusammenhang zu den Büchern der Valerie Lane steht, lässt sie sich eben doch erkennen, die Handschrift von Manuela Inusa. So machten bereits die ersten Seiten Lust auf mehr und ganz besonders das Ambiente schien abwechslungsreich zu sein und sich von den sonst so gängigen Schauplätzen “am Meer” oder im kleinen Dorf XY abzuheben. Wir beginnen Cecilias Reise im schönen Napa Valley und beschäftigen uns endlich mal nicht mit Büchern, Kaffee und Co, wie es in so vielen ähnlichen Romanen der Fall ist. Nein, es geht um Vanille, ein Gewürz, das für mich bis dato relativ selbstverständlich und in seiner Geschichte wiederum absolut unbekannt war.
Während ich mich in der Geschichte von Cece sofort wohl und zu Hause gefühlt habe und die Abläufe und die Arbeiten hinter einer einzelnen Stange Vanille unglaublich interessant fand, konnte ich leider mit den Protagonisten nicht wirklich warm werden. Cecilia ist eine nette junge Frau, die ihr Leben und ihre Farm im Griff hat, keine Frage. Ihr Gegenpart Richard ist erfolgreich, smart und eben der typische männliche Protagonist und trotzdem störte mich irgend etwas ganz gewaltig an beiden.
Während Richard beinahe schon zu “treu doof” verliebt wirkte, was in Anbetracht der Tatsache, dass er Cece bis dato nur aus dem TV “kannte”, ein wenig too much wirkte, waren mir auch einige Reaktionen und Handlungen von ihr viel zu viel Drama für das, was rein faktisch eigentlich passiert ist. Natürlich lebt ein solcher Roman von Emotionen, Leidenschaft und Gefühlen, doch insgesamt waren viele Handlungsstränge und Entscheidungen für meinen Geschmack einfach ein bisschen zu viel oder andererseits zu vorhersehbar.

Es ist nur fair zuzugeben, dass diese Kritik bei Manuela Inusa trotzdem jammern auf hohen Niveau ist, dennoch muss sie erwähnt werden.

Fazit:
Festzustellen, dass der Auftakt der neuen Reihe enttäuscht hat, wäre zu hart und dennoch kann bei mir persönlich keine wirkliche Begeisterung aufkommen. Wintervanille ist ein Wohlfühlbuch, daran gibt es keine Zweifel. Es liest sich wunderbar und gerade das weihnachtlich winterliche Ambiente gibt der ganzen Geschichte noch etwas besonders heimeliges. Trotzdem konnten mich die Protagonisten nicht wirklich überzeugen, was auch der wunderbares Schreibstil von Manuela Inusa nicht überdeckt hat.

Insgesamt werde ich der kompletten Reihe eine Chance geben und freue mich auf jeden Fall auf die weiteren beiden Teile, weil ich weiß wie großartig die Autorin ist.
Dennoch kann ich dem Auftakt der Reihe nicht mehr als 3 von 5 Sternen geben.

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[All about the books] Petra Hülsmann – Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen

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Es gibt sie einfach immer wieder, diese Autoren, deren Bücher wir wieder und wieder in den Regalen sehen, darüber nachdenken endlich mal eines zu kaufen und es aus Vernunft und mit Gedanken an den viel zu holen SUB dann doch sein lassen.
Eine Autorin, bei der es mir in den letzten Jahren wieder und wieder so ging war Petra Hülsmann und rückblickend kann ich mich selbst dafür nur tadeln, denn entgangen ist mir durch diese Vernunft in der Tat etwas.

Umso schöner, dass es letztlich doch noch eines ihrer Bücher zu mir geschafft hat und ich nun die Gelegenheit habe, euch darüber zu berichten.

Petra Hülsmann – Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen:

Titel: Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen
Autor: Petra Hülsmann
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 570
ISBN: 978-3-404-17690-8

Worum geht es?
Annika ist rundum zufrieden, sie wohnt in einer tollen WG und hat ihren Traumjob. Als Musiklehrerin an einer hamburger Vorzeigeschule ist sie beliebt und gibt alles für ihre Schüler. Doch wie das Leben so spielt, währt Annikas Glück nicht lange und sie wird zwangsversetzt in den absoluten Problembezirk. Zunächst hadert sie mit ihrem Schicksal, doch dann erkennt sie, dass hinter den rebellischen Teenies, die sich scheinbar mehr um SocialMedia als um ihre Hausaufgaben kümmern wollen, kluge kreative Köpfe stecken, die etwas zu sagen haben…..wenn man sie denn lässt.
Ein gemeinsames Großprojekt zeigt Annika, dass man alles schaffen kann, wenn man es nur versucht und wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen.
Als Annika sich allerdings Hilfe bei ihrer ersten großen Liebe Tristan holen möchte, beginnt ein Theater, das seine Höhepunkte nicht auf, sondern vor der Bühne findet….

Rezension
Mein erster Roman von Petra Hülsmann und direkt geht es in ein Umfeld, dass in derartigen Büchern vielleicht gar nicht so verbreitet ist. Denn zur Abwechslung ist die Protagonistin keine Ladenbesitzerin, betreibt kein Café am Strand, keine Buchhandlung in der Stadt XY und hat auch sonst eher Allerweltszüge. Annika ist Lehrerin und wohnt in einer WG in Hamburg. Ganz schön normal und doch so viel anders als die gängigen Figuren aus ähnlichen Romanen.
Und so wie Annika sich von allem, was wir aus diversen ähnlichen Romanen kennen abhebt, so geht auch ihre ganze Geschichte ihren eigenen und teils unerwarteten Weg. Denn meine Erwartungen gingen in eine gänzlich falsche Richtung.

Der Anblick des Buches vermittelt den Eindruck, mal ließe sich auf eine zuckersüße, leicht quietschige, romantische Liebesgeschichte ein, in der Schule irgendeine Rolle spielt, als Ambiente aber prinzipiell austauschbar ist. Tatsächlich geizt Petra Hülsmann zwar keineswegs mit Gefühlen und Emotionen, dennoch schenkt sie ihrem Roman eine Botschaft, die gerade in der heutigen Zeit toll und wichtig ist.
“Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen” zeigt den Blick hinter die Kulissen und hinter die Fassade der scheinbar simplen, scheinbar dummen, scheinbar desinteressierten Jugendlichen aus Problemvierteln. Er zeigt aber auch, was möglich ist, wenn man ihnen Selbstvertrauen und Glauben an sich selbst schenkt und er macht deutlich wie wichtig es ist, sie nicht aufzugeben.
Ein wenig kann man sich bei der Lektüre an “Fuck ju Goethe” erinnert fühlen, das sollte nicht bestritten werden. Allerdings ist Annika kein Vergleich zu dem dortigen Protagonisten Zeki wert.

Natürlich darf die nötige Portion Gefühl und Romantik nicht fehlen und ich gebe ganz offen zu, dass es definitiv das Sahnehäubchen auf dem Roman von Petra Hülsmann war. Während Annika versucht, ihre erste große Liebe Tristan um Hilfe für ihre neu gegründete Musik AG zu bekommen und insgeheim auf eine zweite Chance hofft, schleicht sich letztlich jemand ganz anderes in Annikas Herz, der ebenso wie der gesamte Roman zeigt, dass nicht alles ist wie es auf den ersten Blick scheint und dass gerade die Menschen, die wir zu schnell vorverurteilen, diejenigen sind, die eine Chance verdient haben zu zeigen was in ihnen steckt.

Fazit:
Petra Hülsmann schafft es mit ihrem Roman “Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen” aus einer scheinbar einfachen und absehbaren Geschichte ein Buch mit einer tollen Botschaft zu machen, dass zumindest mich auch ein Stück weit nachdenklich zurückgelassen hat.
Der Schreibstil ist locker und angenehm zu lesen und die Protagonistin Annika eine Person, mit der man sich sehr schnell sehr verbunden fühlen kann.
Insgesamt ist das Buch ein toller Roman, der ein wenig tiefer geht, als gewöhnliche Lovestories und daher eine Leseempfehlung wert.

Für das Buch gebe ich deshalb 5 von 5 Sternen und freue mich schon darauf weitere Titel der Autorin zu lesen.

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[All about the books] Manuela Inusa – Die kleine Straße der großen Herzen

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Ist ist immer wieder dieser Zwiespalt, wenn eine Reihe zu Ende geht. Einerseits fiebert man dem neuen (und dann leider auch letzten Teil) entgegen und möchte natürlich unbedingt wissen wie die Geschichte endet und gleichzeitig ist es unglaublich traurig, da man sich von den lieb gewonnen Charakteren verabschieden muss. Zwar kann man die Bücher mehr als einmal lesen, doch nie wird die Begegnung mit den Protagonisten so sein wie beim ersten Mal.
Eine Reihe, die ich nun beendet habe, ist die rund um die Bewohnerinnen der Valerie Lane, von deren letztem Teil ich euch heute erzählen möchte.

Manuela Inusa – Die kleine Straße der großen Herzen

Titel: Die kleine Straße der großen Herzen
Autor: Manuela Inusa
Verlag: Blanvalet
Seiten: 380
ISBN: 978-3-7341-0724-5

Worum geht es?

Auch in der kleinen Straße in Oxford bleiben die Uhren nicht stehen und das Rad dreht sich unermüdlich weiter. Die kleine Tochter von Teeladenbesitzerin Laurie wächst und gedeiht und wartet darauf endlich die Aufgabe der großen Schwester erfüllen zu können. Keira lebt nicht nur ihren Traum in ihrer Chocolaterie, sondern ist nun auch endlich glücklich im Hafen der Ehe angekommen. Während Orchid ihrer großen Liebe in seine alte Heimat gefolgt ist, tourt Susan ein wenig ratlos mit ihrem Musikerfreund durchs Land. Doch auch wenn die Freundinnen in alle Winde zerstreut sind und ihre eigenen Wege zum Glück gehen, verbindet sie die Valerie Lane nach wie vor. Insbesondere als das Schicksal ungefragt zuschlägt und es gilt, der Ältesten von ihnen einen Herzenswunsch zu erfüllen.

Rezension:

Es ist soweit, die Reihe hat ihren Abschluss gefunden. Eigentlich unvorstellbar, dass es keine weiteren Geschichten von Laurie, Keira und Co geben soll. Andererseits soll man aufhören, wenn es am Schönsten ist und wenn wir meine letzte Rezension zu der Reihe gelesen hat, dann wisst ihr, dass ich mit der Geschichte von Orchid leider ein wenig gehadert habe. Umso größer waren also meine Erwartungen an einen tollen Abschluss der Geschichten rund um die Frauen aus Oxford.
Ohne zu viel verraten zu wollen, beginnt das Buch mit einem Paukenschlag, der wahrscheinlich kein Auge trocken lässt, denn wir müssen uns von einer der lieb gewonnenen Protagonistinnen direkt verabschieden. Ein notwendiger Schritt, um der restlichen Geschichte ihren Rahmen zu geben, keine Frage und dennoch unfassbar traurig.
Nachdem sich die ersten Seiten wie ein wundervolles Wiedersehen anfühlten und das “Valerie Lane Feeling”, was sich bei jedem einzelnen Teil bisher sehr schnell bei mir eingestellt hat, wieder da war, konnte ich eine gewisse Ernüchterung leider nicht ganz vermeiden.
Von Seite zu Seite wurde ich mir unsicherer, ob Manuela Inusa der Reihe mit dem letzten Band wirklich einen Gefallen getan hat oder ob ein großer allgemeiner Abschluss im vorherigen Teil von Orchid nicht besser gewesen wäre, um die Geschichte der Valerie Lane abzurunden.

Letztlich kommt man nicht umher, “Die kleine Straße der großen Herzen” als Rückblende zu bezeichnen. Zwar spart das Buch nicht daran zu erzählen, wie es den Damen aus den ersten Teilen im weiteren Leben ergangen ist. Was aus Laurie wurde, welche tollen Neuigkeiten Keira zu berichten hat und ob Susan wirklich glücklich wurde. Doch gleichzeitig schaut der letzte Teil der Reihe viel zu oft viel zu sehr zurück und fasst um Grunde zusammen, was uns die Reihe vorher in fünf wundervollen Bänden erzählt hat. Er fügt sich einerseits zwar in die Reihe ein, kann als eigenständiger Teil (zumindest mich) überhaupt nicht überzeugen, da die tatsächlich neue Handlung und das, was das Buch uns Lesern erzählen und zum Abschluss mit auf den Weg geben möchte, leider viel zu wenig ist, um an die starken Vorgängerbände anknüpfen zu können.

Fazit:

Auch wenn ich wirklich sehr darauf gehofft habe, dass die zauberhafte Reihe mit einem schönen letzten Teil ihr verdientes Ende finden wird und auch wenn ich mich sehr bemühen möchte, nur das Gute in diesem letzten Teil zu sehen, komme ich einfach nicht umher festzustellen, dass mich “Die kleine Straße der großen Herzen” enttäuscht hat.
Zwar fühlt es sich an wie ein Roman der “Valerie Lane”-Reihe, doch muss das letzte Buch sich definitiv hinter seinen Vorgängern verstecken. Ob man der Reihe nun mit diesem Abschluss einen Gefallen getan hat, möchte ich nicht bewerten, sondern nur feststellen, dass ich mir einen anderen letzten Teil gewünscht hätte.

Daher komme ich insgesamt nicht umher nicht mehr als 3 von 5 Sternen geben zu können.

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[All about the books] Marie Adams – Der kleine Buchladen der guten Wünsche

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Das erste Buch im neuen Jahr ist beendet und natürlich möchte ich euch meine Meinung dazu nicht vorenthalten, denn mein Lesejahr startete wunderbar mit dem neusten Roman der fabelhaften Autorin Marie Adams.

Marie Adams – Der kleine Buchladen der guten Wünsche

Titel: Der kleine Buchladen der guten Wünsche
Autor: Marie Adams
Verlag: Blanvalet
Seiten: 380
ISBN: 978-3-7341-0792-4

Warum geht es?
Josefine ist eine echte Großstadtpflanze und liebt ihre Heimat Köln. Dort lebt sie ihren Traum, denn zusammen mit Freund Mark hat sie ihren eigenen Buchladen eröffnet. Doch die Zeiten für den stationären Buchhandel sind schwer und die Konkurrenz in der Millionenstadt am Rhein groß, so dass Josefine tagtäglich ums Überleben ihres kleinen Paradieses kämpfen muss. Zeit für sich selbst oder gar für Urlaub bleibt da keine und so hält sich Josefine oft genug nur noch an den längst vergangenen Zeiten und ihren Ferien auf dem Land bei Tante Hilde fest. Doch die Erinnerungen an die schöne und unbeschwerte Zeit in der Rhön verblassen immer mehr im Schatten des stressigen Alltages.
Als Tante Hilfe überraschend verstirbt hinterlässt sie Josefine nicht nur den eigenen kleinen Buchladen im beschaulichen Dorf, sondern auch noch eine Mission, die die junge Frau auf eine harte Probe stellt.

Rezension:
Mein drittes Buch von Marie Adams und dementsprechend hoch waren natürlich auch meine Erwartungen, denn die beiden Vorgänger “Glück schmeckt nach Popcorn” und “Das Café der guten Wünsche” haben die Messlatte definitiv hoch angesetzt.
Doch auch der dritte Streich der Autorin muss sich nicht verstecken, denn erneut schafft sie es, den Leser sehr schnell in die Welt der Protagonistin Josefine zu entführen. Diese ist dabei eine unglaublich sympathische junge Frau, mit der ich mich sofort identifizieren und mir der ich vor allem auch auch sehr bald mitfühlen konnte. Während mir die Stadt Köln sehr vertraut ist, kenne ich mich in der Rhön absolut gar nicht aus. Doch das Buch von Marie Adams macht Lust auf mehr und Lust darauf, die Gegend kennen zu lernen. So wunderschön detailverliebt und bunt erzählt sie von dem kleinen Dörfchen, in dem Tante Hilde lebte, dass man den Duft des Honigs in Johannes’ Werkstatt nahezu riechen, die saubere Landluft spüren und die Farbenpracht des Blumenfeldes vor Josefines Fenster nahezu sehen kann.

So detailreich die Landschaft beschrieben wird, so liebevoll zeichnet Marie Adams auch ihre Figuren. Tante Hilde, die unangepasste, aber stets mütterliche und fürsorgliche Großtante, war einer der wichtigsten Menschen im Leben von Josefine, deren Gegenpart Johannes rau und unnahbar mit harter Schale daher kommt. Seite für Seite legt er seinen Panzer allerdings ab und offenbart wie verletzt er doch eigentlich ist.
Wie erwartet kommt auch in diesem Buch das Gefühl alles andere als zu kurz und beschert erneut wunderbar romantische Lesestunden.

Dass mir der Schreibstil von Marie Adams besonders gut gefällt ist kein Geheimnis und auch in dieser Rezension komme ich nicht umhin, ihn erneut zu loben. Der Leser wird sehr schnell abgeholt und in die Geschichte entführt. So sehr sogar, dass ich nun, nachdem ich das Buch beendet habe, das große Bedürfnis habe, die nächste kleine Buchhandlung in meiner Nähe zu besuchen und dort zu stöbern, statt wie sonst im Internet mit zwei Klicks ein Buch zu kaufen.
Wenn Marie Adams genau das bezwecken wollte, dann hat sie es bei mir auf jeden Fall geschafft, denn bei allen bunten Farben, bei zuckersüßen Gefühlen und einer tollen Geschichte, lässt das Buch auch ein wenig Nachdenklichkeit zurück.
Denn sollte man nicht wirklich den kleinen Laden vor Ort mehr unterstützen?

Wenn es nun wirklich gilt, ein Haar in der Suppe zu suchen und etwas zu finden, dass sich kritisieren lässt, dann ist es vielleicht die Tatsache, dass sowohl der Name als auch das Konzept ein klein wenig zuuuu sehr an “Das Café der guten Wünsche” erinnert.
Dem Lesegenuss tut das allerdings keine Abbruch.

Fazit:
Nach dem ersten Buch in 2020 schon von einem Jahreshighlight zu sprechen, wäre wahrscheinlich vermessen und doch kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass “Der kleine Buchladen der guten Wünsche” in 12 Monaten wahrscheinlich ein heißer Kandidat auf diesen Titel sein wird.
Marie Adams enttäuscht meine durch die Vorgängerromane doch sehr hohen Erwartungen in keiner Sekunde und ich bin beinahe ein bisschen traurig, das Buch so schnell beendet zu haben.
Wenn ihr auf der Suche nach einem wunderbaren Wohlfühlroman seid, der euch in Gegenden entführt, die euch vielleicht ebenso wie mir noch unbekannt sind, dann kann ich euch “Der kleine Buchladen der guten Wünsche” nur wärmstens ans Herz legen.

Trotz der Ähnlichkeit zum Vorgängerroman möchte ich dem Buch von Marie Adams daher volle 5 von 5 Sternen geben und eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

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[All about the books] Cathy Bramley – Der Brombeergarten

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Wie wäre es mit einem neuen Buchtipp? Nachdem meine letzte Rezension zur Jeffrey Archers “Möge die Stunde kommen” doch sehr historisch, politisch und voller Intrigen war, soll es heute ein wenig heimeliger und romantischer zugehen.

Wie wäre es mit einem Spaziergang durch eine Kleingartenkolonie?

Cathy Bramley – Der Brombeergarten

Titel: Der Brombeergarten
Autor: Cathy Bramley
Verlag: Heyne
Seiten: 511
ISBN: 978-3-453-42264-3

Warum geht es?
Tilly Parker ist Ende 20 und gefühlt auch am Ende ihrer Träume und Kräfte. Ernüchtert und ohne wirklichen Plan vom Leben zieht sie nach einer Trennung in die Kleinstadt Kingsfield von der sie nicht weniger erwartet, als einfach ihre Ruhe zu haben. Aus einem Impuls heraus erfüllt sich Tilly nach einigen Wochen der Einsamkeit und Abschottung von allem was Freude bringen könnte, einen lang gehegten Traum von einem eigenen Garten. Auch wenn sie noch nicht recht weiß wie ihr geschieht und ihre grünen Daumen erst noch entdecken muss, nimmt die Gärtner-Gemeinschaft sie herzlich in ihre Reihen auf. Und plötzlich findet sich Tilly in einem Kreis warmherziger Menschen wieder, mit denen sie Gartenfeste veranstaltet und schöne Stunden verbringt, von denen sie glaubte, sie so schnell nicht wieder zu erleben. Alles scheint perfekt, bis plötzlich der attraktive Aidan in Tillys Leben tritt: Er stellt ihre geordnete Welt gehörig auf den Kopf und auch wenn Tilly es nicht zugeben möchte, so muss sie sich eingestehen, dass sie sich sogar in ihn verlieben könnte….

Rezension:
Jemand, der wie ich Bücher ganz oft nach dem Cover auswählt, kommt nicht umhin, sich ein ums andere Mal erneut in die Werke von Cathy Bramley zu verlieben. Denn genau wie “Fliedersommer” ist auch “Der Brombeergarten” optisch ein absolutes Schmuckstück, das Lust macht, es in den Händen zu halten und sich in seinen Seiten zu verlieren.

Und erneut hatte ich die Hoffnung auf einen lockeren, leichten und vor allem romantischen Sommerroman, der Spaß macht und mich nur so durch die Seiten fliegen lässt. Leider wurde diese Hoffnung nur zum Teil erfüllt, was mich wirklich ein wenig traurig gemacht hat.

Tilly, die Protagonistin ist zauberhaft und nimmt den Leser von Seite 1 an die Hand und lässt ihn ihre Dramen, glücklichen Momente, Krisen und Wunder miterleben. Cathy Bramley versteht es mit ihrem flüssigen und spritzigen Stil erneut, den Leser auf eine wunderbar leichte Reise durch ihren Roman zu schicken. Überhaupt punktet das Buch definitiv mit seinen (teils außergewöhnlichen) Figuren, die allesamt tolle Charakterköpfe sind und man sich den einen oder anderen durchaus als seinen Nachbarn wünschen könnte.

Trotzdem muss ich mich mit Blick auf die Rezension zu Bramleys Vorgängerwerk ein wenig wiederholen, denn auch dem Brombeergarten hätte ein wenig mehr Tiefe und Drama gut getan. Leider erschöpft sich die Geschichte in zahlreichen kleinen und großen Gartenepisoden, die für sich gesehen unterhaltsam, aber ebenso sehr seicht sind. Wendungen und Geschehnisse hingegen lassen sich schnell erahnen und verlieren dadurch ihren Überraschungseffekt. Zwischen all den Gemüsesorten und Marmeladengläschen mutet Tillys neue Liebe beinahe nebensächlich an. Beinahe scheint es, als habe sich Cathy Bramley mehr in den Details rund um Karotten und Radieschen verloren und die eigentliche Handlung ein Stück weit sich selbst überlassen, was ich als durchaus schade empfinde, denn gerade die (eigentlich nebensächlichen) Details verleihen dem Buch grundsätzlich absoluten Charme.

Fazit:
Mit spitzer Zunge ließe sich formulieren, dass letztlich auf über 500 kaum etwas passiert ist. Allerdings möchte ich gar nicht so hart sein, denn “Der Brombeergarten” ist letztlich doch das, was man von ihm erwartet und hält ein Stück weit das, was er verspricht. Wer auf der Suche nach einem leichten und lockeren Roman ist, bei dem es sich wunderbar abschalten lässt, der wird an dem Buch von Cathy Bramley definitiv seine Freude haben.

Für diese Geschichte kann ich aber dennoch nur 3 von 5 Sternen geben.

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[All about the books] Jeffrey Archer – Möge die Stunde kommen

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Wie schon in der letzten Rezension, die ich mit euch im Rahmen von “All about the books” geteilt habe (Klick hier), soll es heute erneut um einen vorletzten Teil einer Buchreihe gehen. Denn ich möchte mit euch nach Bristol reisen und die Familien Clifton und Barrington besuchen, um zu schauen wie es mit Harry, Giles und Co weitergehen wird.

Jeffrey Archer – Möge die Stunde kommen:

Titel: Möge die Stunde kommen
Autor: Jeffrey Archer
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 589
ISBN: 978-3-453-42167-7

Warum geht es?
Für die Familien der Cliftons und Barringtons, deren Wege seit Jahren miteinander verflochten sind, kommen schwere Stunden. Giles steht am Scheideweg und setzt seine politische Karriere aufs Spiel, als er die undurchsichtige Karin, seine ebenso große wie gefährliche Liebe, aus Ost-Berlin in den Westen schmuggelt. Dabei ahnt er nicht, dass Karin für die Stasi gearbeitet hat und ihn nur als Mittel zum Zweck nutzte, ehe sie sich ebenfalls heillos in ihn verliebte….

Emma Clifton hingehen steht ebenfalls vor einer schweren Entscheidung, die für ihren Mann Harry alles verändern könnte. Während Harry in die USA reist, um Werbung für das Buch des inhaftierten Anatoli Barbakow zu machen, schlägt das Schicksal erbarmungslos zu….

Rezension:
Nachdem der letzte Teil der Reihe (Die Wege der Macht) für meinen Geschmack ein wenig langatmig und seicht war, sollte “Möge die Stunde kommen” nun ein Wegweiser sein. Ich habe sehr gehofft, dass Jeffrey Archer an die gewohnte Stärke der Reihe rund um Harry Clifton und seine Familie anknüpfen könnte. Denn gerade Harry kam zuletzt für mein Empfinden in der Saga, die ihm gewidmet sein soll, deutlich zu kurz.

Wie auch schon bei den vorherigen Teilen der Reihe, musste der Leser ein wenig warten, bis die Fortsetzung auf den Markt kam, so dass das eine oder andere Detail der Schicksale der Familien Clifton und Barrington hier und da ein wenig verblasst sein könnten. Doch wie eh und je holt Jeffrey Archer seine Leser ab und hilft ihnen an den entscheidenden Stellen auf die Sprünge, um den Faden wieder aufnehmen zu können. Mittlerweile schreibt die Geschichte das Jahr 1970 und der Leser findet sich in mitten des kalten Krieges und der diplomatischen Konflikte zwischen Ost und West wieder. Giles Barrington der als erneut aufstrebender Politiker Ost-Berlin bereist und dort die geheimnisvolle Karin kennen lernt, setzt für diese Frau nicht nur seine politische Karriere aufs Spiel.

Nach allen Intrigen und Planspielen, Schicksalsschlägen und Katastrophen rund um die Firma der Barringtons rückt mit dem sechsten Band der Reihe endlich die Familie wieder in den Fokus und Jeffrey Archer besinnt sich auf das, was die Familien-Saga in meinen Augen stark gemacht hat. Zwar konzentriert sich “Möge die Stunde kommen” im Löwenanteil erneut sehr auf Giles und die Barringtons, dennoch hat es mich sehr erfreut, dass Harry endlich wieder ins Geschehen eingegriffen hat und seine Bemühungen rund um den russischen Autor Babakow einen sehr ausführlichen Platz erhalten haben. Mit der Figur der Karin, die Giles nicht nur den Kopf verdreht, sondern vor allem seine Karriere und sein bisheriges Leben aufs Spiel setzt, war es nicht leicht warm zu werden und auch heute noch bin ich gespannt, welches Puzzlestück im großen Ganzen dieser Handlungsstrang am Ende haben wird. Denn dass Archer zum Abschluss der Reihe noch einmal zu einem fulminanten Finale ausholen wird, ist hoffentlich viel mehr als eine stille Hoffnung meinerseits.

Auch fasziniert es erneut wie realistisch Jeffrey Archer seine fiktive Geschichte in das tatsächliche Weltgeschehen eingefügt hat, so dass mit keiner Sekunde Zweifel aufkamen, dass Giles und Harry zu jener Zeit genau auf diese Art und Weise gehandelt und genau diese Schicksalsschläge erlitten haben mochten. Obwohl auch dieser Teil der Reihe erneut verschiedenste Handlungsstränge an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten nebeneinander laufen lässt, schafft es Jeffrey Archer zu jeder Zeit, dem Leser einen roten Faden an die Hand zu geben und ihn nicht zu verwirren. Vielmehr bin ich wie auch schon in den Bänden zuvor (Teil 5 ausgenommen, da dieser wie gesagt sehr langatmig war) nur so durch die über 600 Seiten geflogen. Ein untrügliches Zeichen, dass der Autor erneut einen großartigen Job gemacht hat.

Fazit:
Nach einem etwas schwachen Vorgängerband knüpft “Möge die Stunde kommen” endlich wieder an die alte Stärke der Clifton-Saga an und lässt Freunde von historischen Romanen ebenso auf ihre Kosten kommen wie Fans von Familien-Sagen und diejenigen unter uns, die es politisch-kriminell mögen.

Mich persönlich hat dieser Band endlich wieder so sehr begeistert, dass ich mit einem lachenden Auge dem Abschluss der Reihe entgegenfiebere und Hoffnungen auf ein grandioses Finale habe. Gleichzeitig habe ich aber auch ein weinendes Auge, da es nunmehr an der Zeit sein wird, auf den letzten etwas mehr als 600 Seiten Abschied von Harry, Giles und Emma zu nehmen.

Doch bevor es soweit ist, möchte ich für “Möge die Stunde kommen” zunächst eine Leseempfehlung aussprechen und ganze 5 von 5 Sternen verteilen.

Allen, die gerne regelmäßiger Buchtipps und kurze Rezensionen lesen wollen, sei mein Instagram-Account “All_about_the_books ans Herz gelegt.
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[All about the books] Manuela Inusa – Der fabelhafte Geschenkeladen

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Lang lang ists her, aber endlich ist es wieder soweit und ich kann euch von einem neuen Buch im Rahmen von All about the books berichten.

Und endlich geht es auch zurück in die zauberhafte Valerie Lane, der ich schon so lange keinen Besuch mehr abgestattet habe. Nachdem wir schon die Geschichten von Laurie und ihrem kleinen Teeladen zum Glück, Keira und der Chocolaterie der Träume und Ruby und dem zauberhaften Trödelladen kennen gelernt und Susann in ihrem wunderbaren Wollparadies besucht haben, geht es nun weiter mit der fünften Dame im Bunde. Die flippige Orchid betreibt den fabelhaften Geschenkeladen und komplettiert die Reihe rund um die Ladenbesitzerinnen der kleinen verwunschenen Straße.

Wie es mir in ihrem kleinen Geschäft und ihrer Geschichte gefallen hat, möchte ich euch heute berichten.

Manuela Inusa – Der fabelhafte Geschenkeladen:

Titel: Der fabelhafte Geschenkeladen
Autor: Manuela Inusa
Verlag: Blanvalet
Seiten: 348
ISBN: 978-3-7341-0682-8

Warum geht es?

Orchid liebt ihren kleinen Geschenkeladen mit dem sie sich ihren Lebenstraum erfüllt hat. In Orchid’s Gift Shop gibt es alles, was das Herz begehrt: wunderbare Düfte, Badeperlen und selbstgemachte Kerzen. Doch das größte Geschenk, das Orchid anderen gibt, ist ihre Zeit. Immer gut gelaunt hat sie ein offenes Ohr für jedermann. Nur ein Mensch vertraut sich ihr nicht an, und das ist ausgerechnet Orchids Freund Patrick. Schon länger scheint es in ihrer Beziehung zu krieseln, doch selbst Orchids beste Freundinnen wissen keinen Rat. Und als Orchid endlich beschließt, Patrick vor die Wahl zu stellen, erfährt sie etwas, das sie nie für möglich gehalten hätte…..

Rezension:

Dass ich ein riesiger Fan der Buchreihe von Manuela Inusa bin, ist kein Geheimnis. Nicht nur, dass die Hamburgerin wunderbar romantische Geschichten aus ihrer Feder zaubert, zudem sind ihre Bücher auch einfach wunderschön anzusehen und ein richtiger Hingucker im Bücherregal.

Der fünfte Teil der Reihe ist nun Orchid gewidmet und ihrem kleinen Geschenkeladen gewidmet. Während sie in den ersten vier Teilen stets eine erfrischend Nebenrolle eingenommen hatte, den Freundinnen mit Rat und Tat zur Seite stand und manchmal auf den entscheidenden Funken zum Überspringen gebracht hat, steht sie nun ganz im Fokus und erzählt ihre eigene Geschichte.

Wie auch schon in den vier vorausgegangenen Teilen fühlt es sich an wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Die heimelige Atmosphäre der Valerie Lane nimmt den Lesen wie eh und je von Seite 1 an gefangen und lässt ihn bis zum letzten Satz nicht mehr los. Die kleine Einkaufsstraße, die Manuel Inusa geschaffen hat, ist und bleibt auch im fünften Teil ein wundervoller Ort, den ich unglaublich gerne im realen Leben einmal besuchen würde.

Nachdem Orchid schon so oft in den anderen Bänden in Erscheinung getreten ist und mit ihrer frischen und teils frechen Art Schwung in das Liebesleben ihrer Freundinnen gebracht hat, war ich auf ihre Geschichte ganz besonders gespannt und habe mir viel davon versprochen. Insbesondere, nachdem Susanns Geschichte aus Band 4 doch eher eine traurige war, habe ich mir von Orchid ein Feuerwerk an Emotionen erhofft. Man kann rückblickend auch nicht sagen, dass meine Hoffnung nicht erfüllt wurden, aber dennoch bleibt ein kleiner Beigeschmack. “Der fabelhafte Geschenkeladen” geizt nicht an großen Gefühlen und gerade die Spannung zwischen Orchid und Tobin, die schon seit einigen Seiten der Vorbände greifbar ist, findet endlich ihren Höhepunkt. Auch ist es schön, Orchids ganz persönliche Entwicklung zu begleiten, dennoch fehlte mir am Ende das große Finale. Einerseits hat sich die Wandlung von Orchid schon länger angekündigt, so dass ich sie nur noch als relativ seicht empfunden habe, zum anderen ist das große Geheimnis, das Patrick so lange gehütet hat, auf die eine oder andere Art und Weise (zumindest für mich) vorhersehbar gewesen.

Auch habe ich persönlich auf ein ganz anderes Ende der Geschichte rund um Orchid und den fabelhaften Geschenkeladen gehofft. Dass Manuela Inusa für den vorletzten Teil der Reihe einen anderen Ausgang gewählt hat, lässt sich im Nachhinein zwar verstehen, dennoch hätte ich mir für Orchid ein anderes Ende gewünscht.

Fazit:

Zwar muss ich mich mit Lob im Vergleich zu den Rezensionen der vier vorausgegangenen Teile ein wenig zurückhalten, dennoch möchte ich nicht sagen, dass mir “Der fabelhafte Geschenkeladen” nicht gefallen hat. Insgesamt habe ich die Geschichte rund um Orchid als nicht so fantastisch und stark empfunden wie beispielsweise Rubys Geschichte aus Teil 3. Auch konnte der vorletzte Teil leider nicht an die Tiefe und die Emotion von “Das wunderbare Wollparadies” anknüpfen.

Dennoch ist es immer noch ein Roman, der genau die richtige Mischung an Romantik, Herzschmerz, Emotionen und Tiefgang mitbringt und die Leser erneut auf eine zauberhafte Reihe nach Oxforder entführt. Einerseits bin ich gespannt, wie die Reihe nun mit dem allerletzten Teil ihren Abschluss finden wird, andererseits möchte ich ein wenig traurig darüber sein, dass aktuell nur noch ein Nachfolgeband geplant ist.

Für diese Geschichte kann ich aber erst einmal 3 von 5 Sternen geben und obwohl ich sie leider als die schwächste aller fünf empfinde, eine Leseempfehlung aussprechen. Ein Besuch in der Valerie Lane lohnt sich immer und gerade jetzt, wo die kuschelige Herbst- und Adventszeit nicht mehr weit ist, gibt es nichts schöneres als mit Keira, Ruby, Orchid und Co durch die kleine Einkaufsstraße zu bummeln. Wer diese Reihe noch nicht kennt, verpasst definitiv etwas.

Allen, die gerne regelmäßiger Buchtipps und kurze Rezensionen lesen wollen, sei mein Instagram-Account “All_about_the_books ans Herz gelegt.
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[All about the books] Manuela Inusa – Das wunderbare Wollparadies

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Es ist wieder soweit, endlich durfte ich der zauberhaften Valerie Lane einen erneuten Besuch abstattet. Nachdem wir schon die Geschichten von Laurie und ihrem kleinen Teeladen zum Glück, Keira und der Chocolaterie der Träume und Ruby und dem zauberhaften Trödelladen kennen gelernt haben, geht die Reihe nun mit Susann weiter.

Wie es mir in ihrem kleinen Geschäft und ihrer Geschichte gefallen hat, möchte ich euch heute berichten.

 

Manuela Inusa – Das wunderbare Wollparadies:

 

Titel: Das wunderbare Wollparadies
Autor: Manuela Inusa
Verlag: Blanvalet
Seiten: 368
ISBN: 978-3-7341-0627-9

 

Warum geht es?

Susan ist glücklich, sie lebt in der schönsten Straße von ganz Oxford, direkt über ihrem kleinen Wolladen, in dem sie zwischen kunterbunter kuscheliger Wolle fleißig strickt und häkelt, die sie aber nicht nur verkauft, sondern vor allem an Bedürftige verschenkt. In Susan’s Wool Paradise treffen zudem die unterschiedlichsten Frauen regelmäßig aufeinander, um zu Lauries Tee und Keiras leckeren Pralinen in gemütlicher Runde gemeinsam die Stricknadeln klirren zu lassen, sich auszutauschen und zu helfen. Ihre Freundinnen schätzen Susan für ihr großes Herz und ihre ruhige Art, vor allem in diesem besonders kalten Dezember, der auch nicht vor der Valerie Lane Halt macht. Und während es draußen stürmt und schneit, erlebt Susan einen Winter, der alles verändern wird … 

 

 

Rezension:

Ich liebe die Buchreihe von Manuela Inusa, das ist kein Geheimnis. Doch es liegt nicht nur an den wunderbaren und romantischen Geschichten, die die Hamburgerin jedes Mal aufs neue erschafft. Die Bücher der Reihe sind auch einfach wunderschön anzusehen und ein richtiger Hingucker in meinem Regal. Die Geschichte von Susan und ihrem Wollparadies ist der vierte Teil der Reihe und steht seinen drei Vorgängern in Sachen Optik in nichts nach. Wie auch schon in den Büchern zuvor schafft Manuela Inusa mal wieder diese ganz wunderbare Atmosphäre, die es scheinbar nur in der Valerie Lane gibt. Nachdem wir dort schon den Valentinstag und den Sommer verbringen konnten, wird es nun winterlich im kleinen Gässchen in Oxford. Weihnachten steht vor der Tür und scheint wie gemacht zu sein, für die Valerie Lane. Auch wenn ich den Roman bereits im Herbst gelesen habe, hat mich die Geschichte in so eine unglaublich schöne Stimmung versetzt, dass ich nun, wo die Adventszeit wirklich vor der Tür steht, richtig Vorfreude habe.

Endlich erfahren die Leser mehr über Susan, die bisher zwar eine wichtige, aber ebenso stille Rolle im Geschehen der Valerie Lane hatte. Sie war stets für ihre Freundinnen Laurie, Keira und Co da und hatte stets ein offenes Ohr und eine helfende Hand. Susan ist wahrscheinlich die warmherzigste aller Bewohnerinnen der Valerie Lane und diejenige, die der guten Valerie wahrscheinlich sogar am ähnlichsten ist. Wie gutherzige die junge Frau wirklich ist, wird aber erst in dieser Geschichte klar.  Dass Susan ein großes Geheimnis mit sich trägt, wussten wir Leser schon aus den vorherigen Geschichten, welches tragische Schicksal sie aber ereilt hat, erfahren wir nun in Band 4.

Besonders schön finde ich es, dass mit jedem Band immer weitere interessante Protagonisten in die Geschichte gefügt werden, die neue spannende Wendungen und romantische Momente für die noch kommenden Bände versprechen. Denn jede Figur in den Büchern von Manuela Inusa scheint ihren Platz zu haben und eben ihre ganz persönliche und wichtige Rolle im großen Geflecht der Geschichten zu spielen.

Und obwohl Susans Geschichte im Grunde traurig ist, schafft es Manuel Insusa erneut, dem Buch etwas hoffnungsvolles zu geben, so dass am Ende auch die gebeutelte junge Ladenbesitzerin ihr Glück finden kann. Das wunderbare Wollparadies ist erneut ein fabelhafter Wohlfühlroman, den man einerseits in einem Zuge durchlesen könnte, andererseits aber auch möglichst lange genießen möchte.

 

Fazit:

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich im Vergleich zu den drei vorherigen Rezensionen rund um die Buchreihe wiederhole, kann ich mich mit Lob einfach nicht zurückhalten. Das wunderbare Wollparadies ist erneut ein Roman, der genau die richtige Mischung an Romantik, Herzschmerz, Emotionen und Tiefgang mitbringt und die Leser erneut auf eine zauberhafte Reihe nach Oxforder entführt. Einerseits bin ich gespannt, wie die Reihe weitergehen wird, andererseits möchte ich ein wenig traurig darüber sein, dass aktuell nur noch zwei Nachfolgebände geplant sind.

Für diese Geschichte kann ich aber erst einmal erneut wieder nur voll 5 von 5 Sternen geben und eine absolute Leseempfehlung, gerade jetzt zur bevorstehenden Adventszeit, aussprechen. Wer diese Reihe noch nicht kennt, verpasst etwas.

 

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[All about the books] Petra Johann – Die Einsamkeit des Todes

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Krimis und ich… eine Kombination für sich. Trotzdem nehme ich mir stets zu Beginn der dunklen Jahreszeit vor, mich mal wieder mehr mit spannenden und düsteren Geschichten zu beschäftigen. Spannend sollen sie zwar sein, aber nicht zu blutig, nicht zu gruselig. Ja, ja, ich bin schon ein Sonderling was das angeht, aber zuletzt habe ich es gewagt und mal wieder einen Krimi zur Hand genommen, dessen Vorgänger mich schon richtig begeistert hatte. An diesem Krimi möchte ich euch heute teilhaben lassen und mein kleines Herzensprojekt “All about the books” um ein neues Kapitel erweitern.

 

Petra Johann – Die Einsamkeit des Todes

Autor: Petra Johann
Seiten: 512
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-7341-0204-2

Worum geht es?

Tierarzt Max steht vor den Trümmern seines Lebens. Auf der Hochzeit seines besten Freundes erfährt er, dass seine Verlobte Sarah ihn betrügt und das mit keinem geringerem als seinem eigenen Bruder. Noch in der gleichen Nacht löst er die Verlobung und setzt Sarah vor die Tür. Die Jahre vergehen und langsam kehrt Ruhe in seinem Leben ein, als  Max plötzlich bedrohliche Nachrichten von einer unbekannten Nummer bekommt. Der Absender behauptet, Sarah, die Max seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hat, sei Tod und er für ihren Tod verantwortlich. Als Max selbst Nachforschungen anstellt, wird klar, dass Sarah tatsächlich seit der folgenreichen Nacht verschwunden ist. Als in einem einsamen Waldstück der Koffer gefunden hat, den Sarah damals bei sich getragen hat und wenig später eine Leiche gefunden wird, zieht sich die Schlinge um Max immer enger.

 

 

Rezension:

Mit “Schatten der Schuld” hat Autorin Petra Johann bei mir einen Eindruck hinterlassen, der durchweg gut ist. Ihr Kriminalroman konnte, aller Blutrünstigkeit zum Trotz auch einen Angsthasen wie mich überzeugen. Die Messlatte für “Die Einsamkeit des Todes” lag also relativ hoch. Auf den ersten Blick erzeugt das Buch direkt eine passende Stimmung, das Cover kommt düster und frostg daher und passt perfekt zu dem, was der Klappentext verspricht. Auch findet der Leser relativ schnell in die Geschichte hinein und sich mittendrin in den Wirrungen rund um Tierarzt Max, der schneller als ihm lieb ist, ins Fadenkreuz der Ermittlungen gerät und gleichzeitig noch immer daran zu knabbern hat, dass sein eigener Bruder hinter seinem Rücken mit Sarah, der Ex-Verlobten angebandelt hat.

Das Schlimmste, was einem Krimi allerdings passieren kann, ist wohl die Tatsache, dass der Leser den Mörder bzw Täter nur allzu bald identifiziert. Ich will meiner Rezension nicht schon direkt zu Beginn den Höhepunkt nehmen, aber leider war genau das bei “Einsamkeit des Todes” der Fall. Schon nach knapp 150 Seiten hatte ich einen Verdacht, welche der Protagonisten als Täter in Frage kommen könnte und musste am Ende mit diesem Verdacht recht behalten.

Trotzdem möchte ich positv über den Kriminarroman von Petra Johann berichten, denn auch wenn der Clou am Ende absehbar war (für mich), ist es ein gelungenes Buch, dem es an Spannung keinesfalls mangelt. Denn abgesehen von der Täterfrage hält Petra Johann einige unvorhergesehene Wendungen bereit und “schockt” den Leser mehr als einmal. Die Szenerie, in die das gesamte Tatgeschehen eingebettet wird, erinnerte mich zudem ein wenig an “Mordsfreunde” von Nele Neuhaus. Ein alter Freundeskreis, der sich seit Kindesbeinen kennt, jeder ist mit jedem auf irgendeine besondere Art und Weise verflochten und auch wenn oberflächlich fast alles rosig scheint, brodelt es unter der Fassade ganz gewaltig. Anfangs hatte ich ein wenig Sorgen, dass die Stor langatmig und vorhersehbar werden könnte, schließlich sind über 500 Seiten keine Kleinigkeit und es gibt einfach nichts schlimmeres für einen Krimi, als Wendungen, die absehbar oder – noch schlimmer- offensichtlich konstruiert sind. Doch beides ist nicht der Fall. Petra Johann versteht es, wann immer die Mordermittlung ein wenig festzustecken scheint, ein Ass aus dem Ärmel zu ziehen. Ein Ass, das eine Wendung hervorbringt, die zumindest mich als nicht sehr geübten Krimileser jedes Mal aufs Neue überraschen konnte. Dennoch bekam ich nie das Gefühl, dass diese neuen Entwickungen unglaubwürdig oder unlogisch waren. Vielmehr fühlte ich mich wieder und wieder herausgefordert eigene Schlüssel zu ziehen und Zusammenhänge zu spinnen.

Besonders gefallen hat mir auch das Ermittlerduo, das ein wenig an Bodenstein und Sander erinnert und den Leser direkt an die Hand nimmt. Insgesamt kann Petra Johann zusprechen, dass sie Ihre Figuren sehr gut ausgearbeitet und mit starkem Charakter ausgestattet hat.

 

Fazit:

Trotz der Tatsache, dass ich des Rätsels Lösung viel zu früh auf dem Zettel hatte, ist “Die Einsamkeit des Todes” für mich ein sehr solider Krimi gewesen, der für mich perfekt in die beginnende dunkle Jahreszeit passte. Ich bin froh, dass ich ihn endlich aus der Warteschleife des Bücherregals befreit und ihm eine Chance gegeben habe. Geübte Krimifreunde werden vielleicht nicht unbedingt bis in die letzte Ecke auf ihre Kosten kommen, aber dennoch möchte ich dem Buch gute 3 von 5 Sternen geben und als Krimi für zwischendurch jedem ans Herz legen.

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Viele Grüße